Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology, Etymologie
NL Königreich der Niederlande, Reino de los Países Bajos, Royaume des Pays-Bas, Regno dei Paesi Bassi, Kingdom of the Netherlands, Koninkrijk der Nederlanden
Essen, Comida, Nourriture, Mangiare, Food

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Matjeshering

(E?)(L?) http://www.svz.de/nnn/newsnnn/NNNVermischtes/10.06.02/einfass/einfass.html
(E?)(L?) http://www.chefkoch.de/
Um 1395 hatte ein Holländer einfach so Heringe ins Faß gelegt. Das waren aber Fische, die noch keine Liebe erfahren hatten, aber wunderbar schmeckten. Diesem Schmaus gab dann der gute Mann aus dem Nachbarland den Namen "Matjes", der noch heute ein Gaumengenuß für Viele ist.
Ergänzung: Laut "Kluge" geht "matjes" zurück auf ndl. "medykens", "meeckens", also "Mädchen", "Jungfer". Der ausgewachsene Fisch hieß etwa "Vull-hering".

Im Newsletter vom "Chefkoch" (vom 08.06.2004) findet man folgende Ausführung:

In Holland ist der Matjes so etwas wie ein eine Art Nationalheiligtum. Und das verdankt die Nation im Grunde dem Zufall in Gestalt des Fischers Wilhelm Beukelzoon, der 1395 den "Kehlschnitt" erfand und dabei vergaß, die Bauchspeicheldrüse des Herings zu entfernen und so salzte er den Hering mit derselbigen zusammen in der Tonne ein. Was er nicht im mindesten ahnte - die Drüse enthält ein Enzym, das kombiniert mit dem Salz den Hering noch besser reifen lässt. Der Matjes war geboren.
Woher kommt der Name?
Über die Herkunft des Namens "Matjes" gibt es verschiedene Geschichten. Sprachwissenschaftlich betrachtet könnte "maagdelijk" (holl. "jungfräulich") oder auch "meisje" ("Mädchen") Pate gestanden haben. Die Holländer selbst jedoch verwenden den Begriff kaum, sondern legen ihn deutschen Touristen in den Mund, die beim Anblick dieser Spezialität laut "Maaaathjes" gerufen haben sollen. Und "Maagdekensharing" heißt einfach soviel wie "Jungfernhering". Fest steht: So variantenreich die Anekdoten darüber ausfallen, so vielseitig lässt sich der junge Hering auch zubereiten.
Bereits im 18. Jahrhundert lieferten die Holländer den Matjes in Fässern nach Deutschland. Emden, Glückstadt und Bremen-Vegesack entwickelten sich in der Folge zu bedeutenden Matjes-Umschlagplätzen.


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