Etymologie, Etimología, Étymologie, Etimologia, Etymology
FR Frankreich, Francia, France, Francia, France
Geld, Argent, Money

A

B

bosse
avoire la bosse de marchais (W3)

(E?)(L1) http://www.btsac.com/COURS/COURS-3-DISTIBUTION/COURS-GRANDS-MAGASINS-HISTO.htm
(E?)(L3) http://www.lebonmarche.fr/
(E?)(L2) http://www.nouvelobs.com/articles/p1948/a12477.html
(E?)(L2) http://www.greatbuildings.com/buildings/Magasin_au_Bon_Marche.html

In einer Fernsehsendung vom 23.07.2003 wurde eine Büste von Boucicaut gezeigt:
Aristide Boucicaut (1810-1877) brachte es vom Trödler zum Gründer des "Au Bon Marché" in Paris und wurde zum Millionär. Er hatte eine charakteristische Beule am Kopf, die sogar an seiner Büste zu erkennen ist. Man vermutet, dass der Ausdruck 'avoire la bosse de marché' (etwas: 'das richtige Gespür für Geschäfte habe') auf diese Beule (= frz. 'bosse') zurückgeht.

Trotz längeren Suchens habe ich allerdings keinen anderen Hinweis dazu gefunden.
Falls jemand den Ausdruck kennt? ...

Der erste Link führt zu einer Seite, mit folgendem Textausschnitt:

Par ses méthodes commerciales révolutionnaires, il est le père du commerce moderne que décrit Emile Zola dans Au bonheur des dames : entrée libre, prix fixes ou prix « marqués », marges bénéficiaires faibles, rotations rapides des stocks, commissions sur les ventes pour les salariés, soldes et système des « rendus », livraison à domicile et le fameux « mois du blanc ».


Demnach könnte Boucicaut auch den 'weissen Monat' eingeführt haben. Und möglicherweise geht darauf die heutige 'weisse Woche' in Frankreich zurück. 'La semaine du blanc' ist vergleichbar mit dem Winterschlussverkeuf in Deutschland.
Unter dem letzten Link ist auch ein Hinweis hierzu zu finden:
...
Voici quelques années, Arte a diffusé un portrait de lui, pauvre en images, assorti d’un commentaire aussi génial que l’annonce de la semaine du blanc au Bon Marché, et qui invitait le spectateur à s’émerveiller d’un prodige: qu’un pianiste puisse savoir par cœur son programme de récital.
...

C

Croupier, croupe, Kruppe (W1)

Der engl., dt., frz., ital. "croupier" ist sicherlich ein Wort mit einer ungewöhnlichen Geschichte. Angefangen hat der "Croupier" auf dem Rücken der Pferde. Allerding nicht als privilegierter Reiter sondern als Mitreiter. Er war sozusagen der Beifahrer, der die Karten lesen mußte und auch einige andere Dienste übernehmen mußte. Und er konnte froh sein, wenn er überhaupt mitreiten durfte. Und wenn, dann saß er auf der "Kruppe", frz. "croupe" des Pferdes, also knapp auf den Hinterbeinen. (Die "Kruppe" hängt übrigens mit "Kropf" = "Rundung", "Krümmung", "Ausbiegung" zusammen.)

Und aus diesem "Hintermann" entwickelte sich (um 1800) der - möglicherweise zunächst individuelle und dann der neutrale - Assistent beim Spielen in einer Spielbank.

Es liegt nahe, dass der "Croupier" über die Pferdewetten seinen Weg in die Spielbank fand - wofür ich jedoch keinen konkreten Hinweis gefunden habe.

(E?)(L1) http://66.46.185.79/bdl/gabarit_bdl.asp?Al=1<r=C
Croupier [Féminisation] | Croupière [Féminisation]

"croup"
NOUN: The rump of a beast of burden, especially a horse.
ETYMOLOGY: Middle English "croupe", from Old French, of Germanic origin.

(E?)(L?) http://etimologias.dechile.net/?croupier
(E?)(L?) http://gtb.inl.nl/iWDB/search?actie=article&wdb=WNT&id=A003530&lemmodern=croupier
(E?)(L?) http://gtb.inl.nl/iWNTLINKS/DATADIR/paginazy.html?EWN+Croupier+EWN-croupier.htm

...
Afgeleid van Frans "croupe" = "achterste" [1080]. Oorspr. duidde het woord iemand aan die achter een ruiter zit en meerijdt (Frans cavalier croupier), later kreeg het de betekenis "helper", "assistent". In de betekenis van "werknemer in een speelcasino" komt het in het Frans sinds 1791 voor, waarna het in vele talen, waaronder het Nederlands, is ontleend.
...


(E1)(L1) http://www.marthabarnette.com/learn_c.html#croupier
(E1)(L1) http://www.visualthesaurus.com/

November 15, 2006
Horse's Posterior
Croupier.
Most likely place to spot one: in a casino, supervising a gaming table.
Unlikely etymology: from the French word for horse's rump, to designate a person who rides there, behind the guy or gal holding the reins. Best portrayal of one: Clive Owen, in the 1998 film of the same name.


(E?)(L?) http://dictionary.reference.com/


D

E

F

Finance
Finanzen (W3)

Einem Geschäft können - zumindest wenn es um größere Beträge geht - manchmal längere Verhandlungen vorausgehen. Umso mehr freuen sich die Verhandlungspartner, wenn es dem Ende entgegengeht. Mit der Übergabe der "Finanzen", kann man die Verhandlungen beenden (frz. "finance" = dt. "Finanzwesen", "Finanzierung", und als Verb dt. "finanzieren"). Frz. "finir" = dt. "enden" geht weiter zurück auf lat. "finare" = dt. "endigen", "zum Ende kommen".

(E?)(L?) http://www.gutenberg.org/cache/epub/4935/pg4935.html

Le latin disait "solvere" pour "payer". De ce verbe, l'ancien français fit "soudre" avec le meme sens. Pourquoi ce verbe, qui satisfaisait au besoin de rendre une idee essentielle, ne devint-il pas d'un usage commun, et laissa-t-il a la langue l'occasion de chercher a detourner de leur acception effective des mots qui ne songeaient guere, qu'on me permette de le dire, a leur nouvel office? C'est ce qui n'est pas explique et rentre dans ce que j'appelle pathologie verbale. D'un cote, l'imagination populaire se porta sur le verbe latin "pacare", appaiser, pour lui imposer le sens de payer; et, en effet, un payement est un appaisement entre le creancier et le debiteur. En meme temps, l'ancienne langue prenait le verbe "finer", qui signifie "finir", et s'en servait pour dire: payer une somme d'argent; en effet, effectuer un payement c'est "finir une affaire". Du participe present de ce verbe "finer", aujourd'hui inusite, vient le substantif "finance", qui avait aussi dans l'ancienne langue le sens primitif de terminaison. En se deteriorant de la sorte, c'est-a-dire en prenant une acception tres detournee, tout en laissant tomber hors de l'usage l'acception naturelle, les mots deviennent des signes purement algebriques qui ne rappellent plus a l'esprit rien de concret et d'image. Si "finance" signifiant terminaison etait reste a cote de "finance" signifiant argent, on aurait ete constamment invite a se demander quel etait le lien entre les deux idees; mais, l'un etant efface, l'autre n'est plus qu'un signe arbitraire pour tout autre que l'etymologiste, qui fouille et interprete le passe des mots.


Erstellt: 2010-07

forex
Dictionnaire du marchés des changes

(E?)(L?) http://www.forex.fr/glossaire

Dans le forex beaucoup termes sont en anglais.
Rassurez-vous nous avons mis en ligne un lexique des mots et expressions régulièrement utilisés.
Il y a 103 entrées dans ce glossaire.
...


Erstellt: 2011-02

Franc (W3)

Die Bezeichnung der Währung frz. "Franc" geht zurück auf die Aufschrift mlat. "Francorum rex" = dt. "König der Franken", die auf der ersten im Jahre 1360 herausgegebenen Münze dieser Art zu sehen war. Aber erst Napoleon machte den frz. "Franc" am 27. März 1803 zur alleinigen französischen Währung. Zumindest bis zum Jahr 2002 als der "Franc" in Frankreich durch den "Euro" abgelöst wurde.

Es gibt jedoch auch eine andere Erklärungsvariante. Demnach soll der erste "Franken" von Johann dem Guten (1350 - 1364) als Lösegeld geprägt worden sein und daher als frz. "franc" = dt. "frei" benannt worden sein.

(E?)(L?) http://www.etymonline.com/index.php?term=franc

"franc"
French coin, late 14c., from M.L. "Francorum Rex" "King of the Franks", inscribed on gold coins first made during the reign of Jean le Bon (1350-64). An official monetary unit of France from 1795.


(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=7&content=Franc
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.

Frz. "Franc" taucht in der Literatur um das Jahr 1570 auf.

Erstellt: 2012-03

G

Groschen, Sechser, Kröten

(E?)(L?) http://www.reppa.de/lexikon/lex.asp?ordner=g&link=Groschen.htm
(E1)(L1) http://www.etymonline.com/
(E?)(L?) http://www.reppa.de/lexikon/lex.asp?ordner=s&link=Sechser.htm
Der "Groschen" geht zurück auf lat. "grossus" = "dick" und bezeichnete einen "Dickpfennig". Andererseits ist "Gros" die Mengenangabe für "12 Dutzend" = "144 Stück". Dieses kam über das frz. "grosse (douzaine)" = "groß(es Dutzend)" = "12 Dutzend" auch nach Deutschland.

Das Wort Groschen kommt von lat. "grossus denarius turnosus" = "dicker Pfennig von Tour", frz. "Gros tournois".
Nach dem Vorbild des "Gros tournois" (im Wert von "12 Deniers tournois") wurden um 1300 die Prager "Groschen" und 1338 die Meissner "Groschen" gestaltet. Diese wiederum beeinflussten fast das ganze deutsche Münzwesen, so dass der "Groschen" zu "12 Pfennigen" eine weitverbreitete Handelsmünze wurde.
Heute gibt es "Groschen" nur noch in Österreich. In Deutschland werden umgangssprachlich Zehnpfennigstücke so genannt.

Ähnlich wie dem Groschen erging es auch dem "Sechser". Dieser hatte ursprünglich den 6-fachem Wert einer kleineren Einheit. In der Umgangssprache wird "Sechser" heute zur Bezeichnung für "Fünfpfennigstück" verwendet.
Der Zahlenwert "6" geht eben auf Zeiten zurück, in denen das Zwölfersystem auch im Münzwesen noch gebräuchlich war.

Angeblich bezieht sich auch der umgs. Ausdruck "die paar Kröten" auf den "Groschen".

Und der "Groschen ist endlich gefallen", wenn er auf seinem Weg durch den Schlitz des mechanischen Automaten bis zur internen Geldkassette irgendwann den Kontakt zum Öffnen der Schublade ausgelöst hat.

H

I

J

K

L

Lotto

(E?)(L?) http://www.lotto.de/
Das italienische "lotto" heißt "Glücksspiel". Das frz. "lot" = "Los" stammt aus der niederfränkischen Entsprechung von ndl. "lot". "Lotterie" heisst also "Glücksspiel", "Verlosung".

lotto-analyse

(E?)(L?) http://www.lotto-analyse.de/
Hier soll es die erste Lottostudie mit Zahlenvoraussagen (was natürlich Quatsch ist) und kostenlosem Lotto-Statistikservice (was seriös ist, aber eben keine Rückschlüsse auf zukünftige Ereignisse zulässt) geben.

lotto-toto

(E?)(L?) http://www.lotto-toto.de/


M

Melgorien, Denier de Melgueil, Obol de Melgueil (W3)

(E?)(L?) http://www.reppa.de/lexikon/lex.asp?ordner=m&link=Melgorien.htm
Am 16.05.2004 teilte mir ein Besucher des Etymologie-Portals, auf der Suche nach "Denier de Melgueil" bzw. "Obol de Melgueil" mit, dass Melgorien (Denier de Melgueil) nicht im Bouche du Rhone anzusiedeln sei. "Melgueil (Mauguio) liegt in der Nähe von Montpellier im Languedoc." (A: Werner Liechti).

Die Angabe wird allerdings auf einer Seite des (ansonsten) wirklich empfehlenswerten Numismatik-Lexikons von "www.reppa.de" gemacht. Demnach ist/war der frz. "Melgorien" eine Münze des 11. bis 13. Jahrhunderts aus der Münzstätte "Melgueil" (im Departement Bouches du Rhône). ...
(Genaueres findet man unter dem angegebenen Link.)

(Der einzige Einfluss, den ich allerdings auf die verlinkte Site habe ist, dem Betreiber eine entsprechende Information zuzusenden.)

N

Neuro (W3)

(E?)(L?) http://www.lesechos.fr/journal20050315/lec1_derniere/4238493.htm
Es hat sich anscheinend nicht durchgesetzt, aber gelegentlich kann man in Frankreich die Bezeichnung "Neuro" für die "neue Währung Euro" hören und lesen. Auch in Englischen ist diese Bezeichnung anzutreffen.
Interessant und bewusst oder unbewusst irreführend könnte dabei sein, dass frz. "neuro" auch ein umgangssprachlicher Ausdruck für "neurotic" ist.

O

P

Portemonnaie

(E?)(L?) http://www.portemonnaie.de/
Das französische Portemonnaie ist nichts anderes als ein Geldträger.

Q

R

S

SOFARIS (W3)

"SOFARIS" steht für "Société Française de garantie des Financements des PME".

(E?)(L?) http://www.agenceacim.com/documents/colloque-Acim-tunis-2006/Session3/Leloir-France.pdf
(E?)(L?) http://www.babylon.com/definition/SOFARIS/French
(E?)(L?) http://ec.europa.eu/enterprise/enterprise_policy/best-directory/de/finance/france.htm
(E?)(L?) http://www.senat.fr/rap/l01-087-313/l01-087-31314.html


Sou
Sold
Soldat
Söldner (W3)

Bevor der Euro in Frankreich eingeführt wurde, gab es den "Franc" und den "Centime". Als Überbleibsel früherer Zeiten sprechen auch heute noch einige Franzosen von "Sou", der 5 Centime entsprach. Der "Sou" geht gemeinsam mit dt. "Sold", dt. "Soldat" und dt. "Söldner" zurück auf die römische Münzeinheit lat. "Solidus" = dt. "gediegen", "fest", "echt". Diese "solide" Währung wurd im Jahr 307 von Kaiser Konstantin I. eingeführt. Anlass war der massive Wertvervall der früheren Münzeinheiten wie "As", "Denar", "Sesterz".

Erstellt: 2010-09

T

Toto

(E?)(L?) http://www.toto.de/
ist eine Neubildung aus 'Totalisator' entlehnt aus dem frz. 'totalisateur', einem 'Zählwerk zur Buchung von Wetten' (genau genommen 'Buchung sämtlicher Wetten'. In Anlehnung an 'Lotto' kam es zur neugebildeten Verkürzung 'Toto'.

U

V

W

X

Y

Z