| B schweigt | B gesteht | |
| A schweigt | A:-3 + B:-3 = - 6 | A:-7 + B:-1 = - 8 |
| A gesteht | A:-1 + B:-7 = - 8 | A:-5 + B:-5 = -10 |
| B senkt den Preis | B senkt den Preis nicht | |
| A senkt den Preis | A:4 + B:4 = 8 (4 pro Los) | A:6 + B:0 = 6 (3 pro Los) |
| A senkt den Preis nicht | A:0 + B:6 = 6 (3 pro Los) | A:5 + B:5 = 10 (5 pro Los) |
- Gefangenendilemma
- prisoner's dilemma
- dilema del prisionero
- dilemma del prigioniero
- ...
Gefangenendilemma
Dieses Paradoxon dient zur Veranschaulichung, dass das Bestreben jedes Mitgliedes einer Gesellschaft nach maximalem Erfiolg zu einem Zustand führen kann, der für alle Mitglieder schlechter ist als ohne jegliches Bestreben.
Siehe auch Eisverkäufer-Problem und Braess'sches Paradoxon.
Vertiefung
Das Gefangenendilemma ist ein zentraler Bestandteil der Spieltheorie. Es ist nicht zu verwechseln mit dem Gefangenenparadoxon über bedingte Wahrscheinlichkeiten. Bei dem Dilemma handelt es sich um ein Spiel mit zwei Spielern.
Die Spieler haben die Möglichkeit zusammenzuarbeiten, um eine hohe Auszahlung zu erzielen, oder können sich für eine geringere Auszahlung gegenseitig verraten. Beide Spieler müssen ihre Strategie ohne Kenntnis der Wahl des jeweils anderen Spielers festlegen (dies geschieht automatisch, wenn sie es gleichzeitig tun). Es ist daher möglich, dass ein Spieler das Gegenteil des andern macht. In diesem Fall profitiert nur der Spieler, der den anderen verrät.
...
Spieltheorie in Kürze
Sie brauchen nur kurze Definitionen, was Spieltheorie ist? Die finden Sie in dieser Spalte:
"Spieltheorie" ist eine Theorie zur mathematischen Analyse von Konflikten. Methodisch geht sie vom Individuum aus.
Oder:
Die Spieltheorie ist eine Entscheidungstheorie, die Situationen untersucht, in denen das Ergebnis nicht von einem Entscheider allein bestimmt werden kann, sondern nur von mehreren Entscheidern gemeinsam.
Oder:
Spieltheorie untersucht die strategische Interaktion zwischen vernunftbegabten Entscheidern.
Oder, oder...
Beispiele zur SpieltheorieGrundlagen der Spieltheorie
- Der Euro ist ein soziales Dilemma, und der Rettungsschirm erst recht.
- Die Bombe im Handgepäck: Wahrscheinlichkeitstheorie aus dem Elfenbeinturm.
- John Nash auf der Damentoilette - was Toiletten über unsere Rationalität verraten.
- Wieso man nicht Französisch lernen sollte. Etwas Spieltheorie für den Sprachunterricht.
- Sind Dividenden angeschlagener Unternehmen unmoralisch? Eine Analyse aus Sicht der Spieltheorie.
- Gefühlte Rendite - sind wir finanzmathematische Legastheniker oder steckt in unserer Intuition ein Rechengenie, das bisherigen Forschern entgangen ist? Die Hintergründe des Fernsehquiz von Quarks & Co.
- Ebay-Bietstrategien - wieviel soll man bei Ebay bieten?
- Wieviele Steuerfahnder braucht das Land? Nur nicht zu viele!
- Flatrate-Miete: Wie Passivhäuser ein spieltheoretisches Problem lösen.
- Wirstschafts-Nobelpreis für Mechanismus-Design. Was ist das eigentlich für eine Theorie?
- Das Buch zum Nobelpreis: Coopetition.
- Gebühren der Investmentfonds: Warum steigen sie durch Konkurrenz?
- Spieltheorie im Geschäftsleben: Coopetition. Ändern Sie die Regeln des Geschäftsspiels und kooperieren Sie mit Ihren Konkurrenten.
- Sind Saturn und Media-Markt zu teuer? Wie die Niedrigstpreisgarantie zur spieltheoretischen Geheimsprache wird.
- Polen und die Quadratwurzel. Welches Wahlrecht ist gerecht?
- Mit dem Flanell-Anzug im Pool: Wieso trägt man Anzug mit Krawatte?
- Ackermann und Mannesmann: Wieso der Aufsichtsrat von Mannesmann richtig gehandelt hat. Die Risikoeinstellung macht's.
- Wieso ein Benzinpreis von 5 Euro richtig wäre und die Bahn gratis sein sollte. Ein spieltheoretisches Dilemma.
- Das verlorene Halbfinale in der WM 2006 - wieso gab es das zweite Tor? Die Risikoeinstellung und die Prospect Theory erklären wieso.
- Studiengebühren - zwischen Steuern und Steuerung. Eine spieltheoretische Abwägung, mal ganz ohne Nash-Gleichgewicht.
- Wieso die Ärzte streiken. Trotz Hippokratischen Eids - am Ende schlägt doch das Nash-Gleichgewicht zu. Und es macht auch nicht vor den Krankenkassen halt.
- Wieviel ist eigentlich eine Option wert? Kann jemals eine Option negativ sein? Wie die Spieltheorie die Analyse der klassischen Optionsbewertung ändert und was Optionen mit dem Wahlrecht zu tun haben.
- Unterhaltzahlungen und Kündigungsschutz - wer braucht so etwas?
- Was Rauchen und Kinderwunsch gemeinsam haben. In der Spieltheorie kommt es darauf an, was ein Spieler ist.
- Mobilfunk: Wenn Wettbewerb schadet. Die Spieltheorie sagt mehr als Betriebswirtschaft im ersten Semester. Spieltheorie kann auch anschaulich sagen, wieso Monopole von Vorteil sein können. Und wieso staatliche Monopole nicht so toll sind.
- Ist das Rad wirklich eine so tolle Erfindung? Eine spieltheoretische Analyse.
- Spieltheorie und das natürliche Monopol: Wieso Sie vom Microsoft-Monopol profitieren und wieso Monopole billiger sein können.
- Die große Koalition - ein Politik-Kartell zum Abschöpfen der Wähler. Auch Oligopoltheorie ist Spieltheorie.
- Der Wirtschafts-Nobelpreis an Aumann und Schelling für deren Forschung zur Spieltheorie.
- Asymmetrische Information im Fotomarkt: Wieso sind Profi-Fotografen heutzutage sogar bereit dafür zu bezahlen, dass ihre Bilder veröffentlicht werden? (Weil sie spieltheoretisch denken, ohne es zu merken.)
Das Spiel - Naturgesetze steuern den Zufall
- Was ist Spieltheorie?
- Was ist ein Spiel?
- Wer ist John Nash?
- So arbeitet die Spieltheorie: Dominante Strategie mit einem Beispiel | Nash-Gleichgewicht
- Grundbegriffe der Spieltheorie: Spieltheorie-Begriffe (spieltheoretisches Glossar) | Gemischte Strategie
- Ist Spieltheorie Sozialwissenschaft? Methodischer Individualismus in der Spieltheorie
- Bei-Spiele: Gefangenendilemma | Win-Win-Spiel und die Hirschjagd (ein Koordinationsspiel) | Schnick-Schnack-Schnuck (ein Diskoordinationsspiel) | Optionspreisbewertung aus spieltheoretischer Sicht
- Wie lernt man Mathematik?
- Wieso Rieck's Spieltheorie-Seite?
Spieltheorie kommt überall im Leben vor. Wenn Sie das interessiert, dan lesen Sie Das Spiel - Naturgesetze steuern den Zufall. Es zeigt die Gesetze, die hinter vermeintlichen Zufällen des Lebens stehen.
Wozu ist diese Spieltheorie-Seite?
Ganz im Gegensatz zu ihrem Namen gilt Spieltheorie als etwas Trockenes, womit man außerhalb dröger Vorlesungen nicht viel anfangen kann. In Wahrheit ist aber nicht die Theorie trocken, sondern nur das, was Viele daraus machen. Wenn man sich nur ein bisschen damit beschäftigt, dann merkt man, dass Spieltheorie eine unglaublich spannende Angelegenheit ist, die in fast alle Lebensbereiche hinein"spielt". Diese Begeisterung zu verbreiten, das ist die Aufgabe meiner Spieltheorie-Seite.
Dabei verwende ich ganz kühn jede Menge Begriffe, hinter denen eigentlich eigentlich strenge mathematische Konzepte stehen, also zum Beispiel "Nash-Gleichgewicht", "Refinements", "dominierte Strategie", "Pareto-Effizienz", "asymmetrische Information", "evolutionäre Spieltheorie" und was es sonst nicht noch alles Schönes gibt. Aber keine Sorge: Wie auch in meinen Büchern kümmere ich mich besonders um die Bedeutung der Konzepte, nicht um ihre mathematischen Kniffe. Ich werde es hier sogar zunächst noch unmathematischer halten als in meinem klassischen Spieltheorie-Buch; Sie können sich also entspannt zurücklehnen und auch ohne die Gefahr von Kopfschmerzen die verschiedensten Anwendungen der Spieltheorie lesen.
Allerdings möchte ich Sie in einem Punkt bereits jetzt warnen: Ich halte es für wichtig, dass Wissenschaftler sich nicht hinter abstrakten Formalien verstecken, sondern auch zu Belangen des täglichen Lebens eine klare Position beziehen. Daher werden Sie von mir klare Stellungnahmen finden, und einige werden Ihnen die Haare zu Berge stehen lassen. Das heißt aber noch lange nicht, dass alles Unfug ist, was ich hier schreibe. Denn oftmals glaubt jeder irgendeine Wahrheit zu kennen und hat sich noch nie die Gegenargumente klargemacht. Bei scheinbar eindeutigen Fragen einmal hinter die Kulissen zu sehen und auch erstaunliche Antworten zu akzeptieren - auch das ist die Aufgabe dieser Seite.
| Agent (1) [spieltheoretisches Konzept] | Agent (2) [Principal-Agent-Theorie] | Agentennormalform | Auszahlung | Bertrand-Wettbewerb, Bertrand-Oligopol | beste Antwort, beste Erwiderung | Coopetition | Cournot-Wettbewerb, Cournot-Oligopol | Cover story | Diskoordinationsspiel | Dominante Strategie | Dominierte Strategie | Dynamische Interpretation des Nash-Gleichgewichts | Dynamisches Spiel | Einmal-Spiel | Einpersonenspiel | Entscheidungstheorie | Gefangenendilemma | Gemischte Strategie | Gleichgewicht | inferiore Strategie | Initialer Zufallszug | Klassische Entscheidungstheorie | Kooperative Spiele, kooperative Spieltheorie | Konstantsummenspiel | Lotterie | Mechanismusdesign, Mechanismus-Design, Mechanismus-Design-Theorie | Mengenoligopol, Mengenwettbewerb | Modellierung, modellieren | Monopol | myopische Prozesse, myopische Spieler | Nash-Gleichgewicht | Nash, John Forbes jr. | Natur | Natürliches Monopol | Nichtkooperative Spieltheorie, nichtkooperative Spiele | Normalform | Nullsummenspiel | Nutzen | o. B. d. A. | Oligopol | Pareto-Effizienz, Pareto-Optimalität | Partie | Preisoligopol, Preiswettbewerb | Principal | Principal-Agent-Theorie | Prospect Theory | Purification gemischter Strategien | Reine Strategie | Risiko | Risikoneutralität, risikoneutral | Soziales Dilemma | Spiel | Spieler | Spieltheorie | Statische Interpretation des Nash-Gleichgewichts | Strategie (reine Strategie) | Spielzug | Superspiel | Teilspielperfektheit, teilspielperfektes Nash-Gleichgewicht | Typ eines Spielers | Umwelt | Umweltzustand | Unsicherheit | Vollständig gemischte Strategie | Wiederholtes Spiel | Win-Win-Spiel | Zufallszug | Zug (Spielzug)
Kurzbeschreibung
Die Spieltheorie befasst sich mit dem strategischen Handeln von Personen, Firmen, Staaten oder anderen Akteuren. Das Buch behandelt die grundlegenden Konzepte anhand von Beispielen aus Politik, Soziologie und Ökonomie. Dabei kommen nicht nur Theorien und Modelle zur Sprache, sondern auch die Ergebenisse einfallsreicher Experimente, mit denen das tatsächliche Verhalten von Personen in Konfliktsituationen erforscht wird. In zehn Kapiteln, angefangen mit dem «Nash-Gleichgewicht» bis hin zur «Experimentellen Spieltheorie», werden die wichtigsten Elemente dieses faszinierenden Bereichs vorgestellt und an zahlreichen Beispielen veranschaulicht. Ein kleines Lexikon der Begriffe beschließt den Band.
Über den Autor
Andreas Diekmann, Prof. Dr. rer. pol., geb. 1951 in Lübeck; Studium der Soziologie, Psychologie und Methodenlehre an den Universitäten Hamburg und Wien. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Hamburg (bis 1980), 1980-84 Assistent am Institut für Höhere Studien in Wien, 1984-87 Akademischer Rat am Institut für Soziologie der Universität München. Habilitation 1987 an der Universität München, Wissenschaftlicher Leiter am "Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen" (ZUMA) in Mannheim (1987-89). Professor für Statistik und Sozialwissenschaftliche Methodenlehre an der Universität Mannheim (1989-90). Direktor des Instituts für Soziologie an der Universität Bern und Professor für Empirische Sozialforschung und Sozialstatistik (1990-2003). Seit 2003 Professor für Soziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich.