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Das "Bot" kommt von "Gebot", und früher haben die Zunftmeister ihren Handwerkern ein "Bot" erlassen und die Männer mussten kommen - was sie gerne taten, weil es auch etwas zu trinken gab. Allerdings ärgerten sich die Frauen gelegentlich darüber, weil dies öfter vorkam, also "äll bott" geschah.
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Auch das Dorf "Alsweiler" ist in dieser frühmittelalterlichen Ausbauperiode entstanden. Max Müller deutet den Ortsnamen als "Weiler eines Ab". Wenn man dieser These folgte, so hätte der Ort dem "(Als-)Bach" den Namen gegeben. Es ist jedoch wahrscheinlicher, daß der Bach bereits bekannt und benannt war, ehe der Weiler existierte. Gemäß dieser Annahme hat die Siedlung ihre Bezeichnung vom Bach erhalten, und "Alsweiler" heißt demnach soviel wie: "Weiler an der Als".
Wie oben erwähnt, war der Mittellauf des Baches schon in keltischer Zeit besiedelt; und es ist anzunehmen, daß diese Menschen dem für sie notwendigen Gewässer einen Namen gaben, auch bevor eine Siedlung in der Nähe der Quelle existierte. Die Bezeichnung "Als" wäre mithin keltischen Ursprungs, was auch sprachgeschichtlich zu belegen ist. So weist Franz Kelkel darauf hin, daß das Wort "Als" auf die ureuropäische (= keltische) Wurzel "al" = "treiben" zurückzuführen ist.
Die Entstehung von "Alsweiler" ist urkundlich nicht nachweisbar. Doch darf angenommen werden, daß es als Weiler im 7. Jahrhundert n.Chr. bestanden hat. Max Müller schreibt hierzu:
"Unsere Weilerorte werden zuerst urkundlich in dem Testamente des austrasischen Edelings "Adalgisil" zum Jahre 633 nach Christus erwähnt. Durch diese Urkunde wurde der Marienkirche zu Verdun der Ort Tholey mit Feldern, Wiesen, Wäldern, Leibeigenen und Weiler geschenkt... Ohne Zweifel sind die Tholey benachbarten Weilerorte gemeint, die wie "Alsweiler", "Bergweiler" und "Sotzweiler" im ganzen Mittelalter zu Tholey gezählt haben und heute noch zu dessen Bereich gehören."
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Geschichte und Ursprung von Alsweiler Namen: "Alsweiler", "Brill", "Dörr", "Hoffmann", "Jung", "Lambert", "Ohlmann", "Rauber", "Theobald", Geschichte von Alsweiler, Personen mit dem Namen "Alsweiler".
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Ausgangspunkt für die Ausweisung von sogenannten Biosphärenregionen war das von der UNESCO 1970 gegründete Programm "Man and biosphere" ("MAB") - zu deutsch: "Der Mensch und die Biosphäre". Ziel war es, repräsentative Landschaften zu schützen und als Modellregionen nachhaltig zu entwickeln. So entstand der englische Name "biosphere reserves", was ins Deutsche unglücklicherweise "Biosphärenreservate" übersetzt wurde. Es handelt sich eben gerade nicht um Gebiete, die von der Umwelt abgeschottet werden.
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Deutung des Ortsnamens
Urkundlich wird "Bliesdalheim" erstmals im Jahre 1218 erwähnt. In den Regesten des Klosters Wörschweiler, heißt es, dass am 12. Juli 1218 Godefried Graf von Sponheym dem Kloster Wörschweiler Einkünfte seines Hofes zu "Daleheim" vermachte.
Die Wandlung der Schreibweise erfolgte von "Daleheim" (1218 und 1260), über "Dahlheim" (1305) zu "Dalheim" (1445 und 1535) und "Dalem" (1563). Erst nachdem der Ort 1816 zu Pfalz-Bayern gekommen war, führte er zur Unterscheidung von dem weiter nordwestlich gelegenen "Heckendalheim" den Namen des Flusses als Beiwort. Bis dahin wurde in den alten Urkunden, darunter auch in den Regesten des Klosters Wörschweiler, die Beifügung "bei der Bliesen" oder "an der Bliesen" benutzt.
"Bliesdalheim", das "Heim (Dorf) im Tal an der Blies", wurde wohl von den Franken gegründet. Sie kamen von Norden her durch die Eifelsenke und weiter über Trier und die Saar herauf und besiedelten das Bliestal. Eine solche Menschengruppe ließ sich dann wahrscheinlich an der Stelle des Dorfes nieder und da die Franken statt "Dorf" "Heim" sagten, war das Taldorf "Dalheim" benannt worden. Den Flussnamen "Blies" schreibt man ebenso wie die Namen vieler anderer Flüsse, wie z.B. "Rhein", "Saar" und "Nahe", den Kelten zu. Er geht vermutlich auf das keltische "Bilais" zurück, das "kleiner Bach" bedeutet. In römischer Zeit erfolgte eine Umwandlung in "Blesis". Man geht davon aus, dass "Bliesdalheim" zwischen 451 und 600 n.Chr. entstanden ist, wie die übrigen Orte unserer Gegend, die auf "-heim","-ingen" oder "-weiler" enden.
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Seine urkundliche Ersterwähnung fand Blieskastel im Jahre 1098. In den Blieskasteler Stadtteilen gibt es jedoch Spuren, die bis in die Römerzeit hineinreichen, so dass die eigentliche Entstehungsgeschichte von Blieskastel im Dunkeln liegt.
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- 28 - Saarländisch: Em Asterix sei groossi Tuur
- 46 - Saarländisch II: Asterix im Armviehteaader
- 62 - Saarländisch III: Die Sischel vun Gold
Diese Portalseite bietet Ihnen einen Überblick über die saarländischen Museen, deren Bestände innerhalb des vom Saarländischen Museumsverband e.V. durchgeführten Projektes DigiCult Museen Saarland erfasst/inventarisiert und zur Publikation im Internet aufbereitet wurden.
Aufgenommen werden auch derzeit im Aufbau befindliche museale Einrichtungen sowie Bestände anderer Institutionen, die der Öffentlichkeit im Rahmen von Ausstellungen nur zum Teil zugänglich sind.
Da die fortlaufenden Inventarisierungsarbeiten zu einem ständigen Anwachsen der (Museums- und) Objektdatenbank führen, lohnt es sich, immer wieder mal reinzuschauen.
Sie werden von der Vielfalt der Sammlungen und landestypischen Schätze überrascht sein!
Einen vollständigen Überblick über alle saarländischen Museen und ihren aktuellen Aktivitäten erhalten Sie im Portal des SMV.
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Heute habe ich zufällig mit einem Luxemburger über Astronomie und über die Tatsache gesprochen, dass die Erde "eiert" (d.h. sich wie ein Kreisel bewegt, wenn er keine Energie mehr hat). Dabei hat Er den Begriff "Dapp" (für "Kreisel") benutzt. Ich habe ihn dann darauf hingewiesen, dass es eine saarländische Spezialität (Essen) gibt, die "Dilldapp" heisst und ihn gefragt, ob er eine Erklärung für "Dill". Daraufhat er mir gesagt, dass der "Kreisel" auf Luxemburgisch auch "Dilldapp" heisst, aber er konnte mir nicht erklären, woher der Teilbegriff "Dill" kommt.
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"Dilldapp" ist eine vor allem im nordhessischen Raum und im Hunsrück verbreitete Bezeichnung für eine trottelige Person. Die genaue Herkunft des Wortes ist ungeklärt. Die mundartliche Ableitung "Dapp(es)" von "Depp" oder "Taps" und "Dill" von "Till" scheinen ebenso möglich wie eine geographische vom Fluss "Dill" (Anm.: "Dill" = rechter Nebenfluss der Lahn, Hessen, 68 km lang) oder gleichnamigen Dörfern (Anm.: ein "Dill" liegt in Rheinland-Pfalz). ("Dilldapp" = der "Depp" vom / aus "Dill"). Mit dieser Eigenschaft ist der Dilldapp Hauptfigur verschiedener Märchen und Erzählungen (u.a. Clemens Brentano), vergleichbar mit Hans im Glück.
"Dilldapp" ist auch die Bezeichnung für ein jagdliches Fabelwesen, einer Kreuzung aus Iltis oder Hamster, Kaninchen und Reh, ähnlich dem Wolpertinger. Als solches hat der Dilldapp auch Eingang in die schwäbisch-alemannische Fasnet gefunden. Es gibt einige Narrenzünfte, die sich als Dilldappen verkleiden, so z.B. in Todtnau-Brandenberg und Herten (Rheinfelden).
Dilldappen bewohnen der Sage nach den Hauberg im Siegerland. Sie werden als äußerst scheu beschrieben und ernähren sich von Kartoffeln (Duffeln). Seit 1982 veröffentlicht der Siegerländer Autor Matthias Kringe jedes Jahr einen Dilldappen-Kalender mit Comics in Siegerländer Platt. Die Comicfigur "Dilldappe" sieht aus wie ein aufrecht gehender Nashornhamster mit Irokesenhaarschnitt und braunem Fell. In der Region haben die Dilldappen Kultstatus erreicht, sie werden oftmals für Werbezwecke eingesetzt. Inzwischen gibt es auch Fan-Clubs.
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Den Namen "Thelonius Dilldapp" habe ich mir gewählt weil er zwei Dinge beeinhaltet:
"Thelonius" ist die lateinisierte Form meines Nachnamens ("Thelen"), eine in spätmittelalterlichen Zeiten gebräuchliche Umwandlung.
Der "Dilldapp" ist ein Fabelwesen, welches auch irgendwann mal in den Hunsrück gekommen ist und dort bis heute haust.
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In Brandenberg ist eine närrische Phantasiefigur zu Hause, die schon seit Jahrzehnten durch den alemannischen Wortschatz, seit einigen Jahren aber erst durch die Todtnauer Fasnet spukt: der "Dilldapp". Wer wusste schon vor 1971, dem Gründungsjahr dieser Zunft, worum es ging, wenn er zum "Dilldappe fange" aufgefordert wurde? Derlei Unternehmungen enden ja dann auch immer peinlich bis blamabel für denjenigen, der dieser Aufforderung folgt. Ähnlich soll es den Zeitgenossen ergangen sein, die sich schon auf die stets erfolglose Suche nach dem sagenumwobenen Wolpertinger gemacht haben.
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"Dilldapp", der
(auch "Hilpetritsch", "Elpentrötsch", "Olpetrütsch")
Den Kindern bei Waldshut gibt man heute noch auf: "Wenn der Luft recht goht, dno nimmt man en Sack und hebt en uf gegen de Luft, no fahret Dilldappe drin."
Der "Dilldapp" heißt aber sonst in Süddeutschland "Hilpetritsch", "Elpentrötsch", "Olpetrütsch", er ist ein elfischer Windgeist.
Tankred Dorst: Wie Dilldapp nach dem Riesen ging, MC
Nun gab ihm seine Mutter zwar allerlei Näschereien, um ihn mit Liebe zu erziehen, zum Beispiel: Ohrfeigen, Kopfnüsse und wohl noch manchen Nasenstüber obendrein. Aber er war kein besonderer Liebhaber davon und hätte gern alle diese Leckereien um gewöhnliche Feigen und Nüsse und Stüber hingegeben, weswegen diese Gefälligkeiten der Frau Schlender auch gar nichts bei dem ehrlichen Dilldapp fruchteten. Deswegen ward sie müde, ihn täglich so zu bewirten, und setzte fest, daß er wie alle Arbeiter am Ende der Woche immer seinen Lohn haben sollte, und diesen erhielt der arme Dilldapp so reichlich, daß es ihm leicht ward, den blauen Montag zu feiern; denn er hatte blaue Flecken von den Schlägen am Leib für die ganze Woche. Er stieg dadurch immer mehr in seiner Kunst, alles, außer die Kleider, umzuwenden, daß er in einer Woche folgende vortreffliche Geschäfte zustande brachte:
Die Mutter sprach: "Dilldapp, bring Wachs!" Da brachte ihr Dilldapp Flachs. Die Mutter sprach: "Dilldapp, bring Zwirn!" Da brachte ihr der Dilldapp Birn. Die Mutter sprach: "Dilldapp, Steppseide!" Da brachte ihr Dilldapp eine Speckseite. Die Mutter rief nach der Schneiderscher', Und Dilldapp brachte Schweineschmer. Die Mutter wollt ein Maß von Papier, Und Dilldapp brachte eine Maß Bier. Die Mutter wollte Futterzwilch, Da brachte Dilldapp Buttermilch. Die Mutter wollte Kanevas, Da brachte Dilldapp Kanne und Faß. Die Mutter wollte bunte Borten, Da brachte Dilldapp runde Torten. Die Mutter wollte Stopfnadeln, Da brachte Dilldapp Topffladen.
Endlich sprach die Mutter: "Bring mir den Rock und das Bügeleisen." Da ging Dilldapp weg und kam nach einer Stunde mit einem Bock, zwei Ziegen und zwei Geißen zurück. Das nahm nun Frau Schlender sehr übel auf, sie nahm eine Hechel und schlug sie ihm um den Kopf.
Er schrie: "O weh! o weh! mein Kopf!" Sie sprach: "Ich hechle den Flachs, du Tropf!" Sie schlug; er schrie: "Weh! meine Stirn!" Sie sprach: "Ich schüttle nur die Birn." Sie stieß; er schrie: "Weh! meine Seite!" Sie sprach: "Ich salze die Speckseite." Er rief: "Ach Mutter! nicht so sehr!" Sie sprach: "Es ist nur Schweineschmer." Er schrie: "Ach! ach! ich sterbe schier." Sie sprach: "Es ist nur eine Maß Bier." Er schrie: "Mutter, ihr stoßt unbillig." Sie sprach: "Ich butter' die Buttermilch" Er schrie: "Ihr rüttelt ohne Maß." Sie sprach: "Ich schwenke Kanne und Glas." Er schrie: "Ihr werdet mich ermorden." Sie sprach: "Ich backe runde Torten," Er schrie: "Ihr schlaget ohne Gnade". Sie sprach: "Ich forme Topffladen." Und darauf griff sie erst zum Stock Und sprach: "Jetzt stutzet dich der Bock."
Aber der Dilldapp sah seinen Vorteil ab, nahm die Beine auf die Schultern und lief die Treppe hinunter, während Frau Schlender genug zu tun hatte, den Bock und die Ziegen aus dem Hause zu kapitulieren.
Clemens Brentano (1778-1842): Italienische Märchen, Das Märchen von dem Dilldapp (1805-1811)
Die Fallers - eine Schwarzwaldfamilie
Serie D 2005
Der Schnitzer
Karl ist immer noch unzufrieden mit seinem Dilldapp und schnitzt weiter an ihm herum. Doch Heinz bringt ihm einen Dilldapp vorbei, den einst Wilhelm geschnitzt hatte. Der hatte ihn weit weg gelegt, weil er nicht zufrieden mit seinem Werk war. Und tatsächlich - der Dilldapp von Karl ist viel besser geraten. Heinz erklärt Karl, dass man erkennen muss, was man kann!
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Der Dilldapp: 4 Illustrationen von Stefan Mart.
In einem alten, gut-deutschen Städtchen, das sich friedlich im Wasser eines Flusses spiegelte, lebte ein armes Ehepaar, Michel genannt. Er hatte ein bodenständiges Pech, und wenn sie, eine Schneiderin, es nicht mit der Nadel gehalten hätte, es wäre gar oft arg gegangen. Beide aber hofften auf bessere Zeiten und träumten, wie es in der Not üblich ist, von dem großen Glück, das einst kommen würde. Vorläufig gab es täglich neue Plage.
Ihre größte Plage aber war ihr Sohn, der "Dilldapp". ...
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DAS MÄRCHEN VON DEM DILLDAPP
von Gerhard Kelling
Premiere am 28. November 2004
Spielort: Wi.Z
Inszenierung Mario Portmann
Ausstattung Anne Weiler
Mit Katja Bramm und Gunnar Kolb
Aufführungen: Aktueller Spielplan
So dämlich wie "Dilldapp" muss man erst einmal sein. ...
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Aus Clemens Brentanos Märchen vom "Dilldapp" hat Gerhard Kelling eine Fassung gemacht, die mit Musik und Bühnenzauber und nur zwei Schauspielern die ganze Welt des Märchens erspielt. Die Geschichte von dem einfach gestrickten Jungen, der aber durch seine Offenheit und Gutmütigkeit trotzdem durch die Welt kommt, wird so mit Verwandlungskunst, Poesie und Spiel zu einem Vergnügen fürs junge und junggebliebene Publikum.
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... wo, außer in der Festungsstadt Saarlouis, war die französische Sprache im Alltag der gesamten Einwohnerschaft im Gebiet des heutigen Saarlandes so dominant, dass sie solche Lehnwörter hätte implantieren können oder müssen, weil es noch keinen deutschen Begriff dafür hier in unserer Heimat gegeben hätte? Als Beispiel für ein gewissermaßen notwendiges Lehn- oder Fremdwort nehme ich "es Drottwa" aus frz. "le trottoir", weil die innerörtlichen Straßen unserer Heimat bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts noch keine eigenständigen „Bürgersteige“ kannten, sondern diese Errungenschaft zunächst aus französischen Städten bei uns bekannt und ab etwa 1750 erst an der Saar - z.B. durch Stengel im barocken Alt-Saarbrücken als der Residenzstadt - eingeführt wurde.
E
ensheim-saar - Ensheimer Mundart
(E?)(L?) http://www.ensheim-saar.de/ews04.htm
Ensheimer Dynamisches Mundart-Lexikon
Ensheimer Pladd - Vornamen auf Ensemma Pladd
Ensheimer Ortsnamen - Ortsnamen auf Ensemma Pladd
Ensheimer Gallizismen - Gallizismen im Ensemma Pladd
(E?)(L?) http://www.ensheim-saar.de/ehp_44.htm
Auf dieser Seite erscheinen zunächst alle Nachträge zu den beiden ersten Bänden der Reihe "Ensemma Platt. Der Wortschatz der Ensheimer Mundart". Diese beiden kleinen Bücher sind übrigens längst vergriffen, können aber in der Universitätsbibliothek Saarbrücken ausgeliehen oder über Fernleihe dort bestellt werden. Der Inhalt liegt auch in vertonter Form vor: bei der Forschungsinstitut für für Deutsche Sprache in Marburg und bei der Redaktion Pfälzisches Wörterbuch in Kaiserslautern.
Die am 10.03.2005 vorhandenen Begriffe des "Ensheimer Mundartlexikons" waren lediglich "übersetzt":
- Buchstabe A | aachd dùùn | (gòns) aamche sìnn | aarchem | aarich | Abbedeegd | Abbedeegda | sich abbìnne | abblellarre | abdischbedìere | abgellse | abhòlle | äbbes abkaade | jemònde abkabbe | ablaale | ablääne | abmòòle | sich abmòòle lònn | Abord | Abordsgruub | die Abordsgruub usstròòn | Abordshissje | absääle | sich absääle | änna absääle | e naagicha Näächa absääle | äbbes absäwwele | sich änna abschnallarre | absonaad | Abtrìdd | ùff de Abtrìdd gehn | allegebodd ùffem Abtrìdd hugge | abschdaawe | Abschdaawa | e alda Abschdaawa sìnn | abschriewe | absibbe | abzìeje | Addsel | wie e Addsel kloue | Ääma (m) / Äämarre (f/pl) | im Ääma sìnn | äämawies | Äämedds | e aldi Äämedds sìnn | Äämeddsehiffe (f) | Äämeddsehuffe (m) | äändärmich | äändärmich schmagge | äänadùùns | ääneddsich | äänfällich | äänse | Äänsa | e alda Äänsa sìnn | äänsich | äänunndiesälwe | äbbes | ädelich | Ällarre (f/pl) | Ällarreholds (s) | Ällaräddsje | äneddsich | änna (auch: ääna) | änni | änns | ännsich | de Ännsichd sìnn | Ärsch (m) | de Ärsch gehau grìen | de Ärsch wiese | Ärschkiddse (f(pl) | Ärschloch (s) | e gòns dummes Ärschloch sìnn | Ärschsagg (m) | Ärwedd (f) | Ärwedd hònn | e Ärwedd schriewe | ärweddslos (eher: känn Ärwedd meh hònn) | Ärweddsplädds | e gudd Ärweddsplädds / auch: Plädds hònn | äschdemìere | Äsche (f) | Äschegriddsje (s) | e Äschegriddsje ùff da Schdìer hònn | Äscheschubblaad | äwe | Äwe! | äwe voll sìnn | Affäär (f) | e Affäär hònn | (gaa) känn Affäär sìnn | Aldäär | Aldäärchesboua | Aldi | all | se nìmmeh all hònn | allegäär | allegebodd | allemòòl | Ei, allemòòl! | allewää | als | alsemòòl | Als jè! | Arsch'gäi | awill | awwa | awwa nää | (wird fortgesetzt)
- Buchstabe B | baawesa Kaffee | Babb'sagg | Bäll (f), Bälle (f/pl); Bällebòòm (m), Bällebääm (m/pl) | Bälleholds | Bagg'schieß | Ballong | Bebbesje | bedoore | bees | meddnònna bees sìnn | Bibbes | Bläädcha | Bläädche | Bläddche | Blillaschdorf | Blummehaawe | Blummeschdogg | Blummeschdrissje | Blummeschdruss | Bodde'gäng | Bolchemänge | boll sinn | Bolles | Bòòrkirch (f) | brooch | brooch läije
- Buchstabe D | dassunnsäll | dedurch sinn | dehämm | fa dehämm erùmm | fa dehämm erùmm gùdd genungk sìnn | dewärrd sinn | driddele | Dross | e Dross onn de Rogg mache | druff'halle | Duusemillich
- Buchstabe E | eije | eije sinn | fa Eije honn | Eijedimma | Eijedumm | Eijedummsrächd | Eijedummswohnung | erlelliche
- Buchstabe F | jemonnde färrchde mache | Färnsee | Färnseh luue | ins Färnsee kumme | Färrschda'schduul | fligg oon sinn | fregge | Nidd umms Fregge! | frimmd | Frimmd | frimmd sinn | in da Frimmd sinn | Frimmda | Frimmde | Frongge | Fronggezidd | furds'drugge
- Buchstabe G | gäätsche | geliwwadd | Gellsa | gellse | Gemään | fa die gonnz Gemään | Gemääne'bläädche | gepäänzd sinn | gepriddschd wärre | de Gepriddschde sinn | Geschigg | Geschigg honn; e gulla Geschigg honn | Geschigg mache | gesiehn kinne | glasch wärre | Glìgga (m) / Glìggarre (m/pl) | Glìggaches schbìele | Gluddskaschde | Gonggedia (-dier) | Gräämschnìddche | grääwelich sinn | grebbe | Grooßmommeskuuche | Grumbiere scheele | Grumbierhòòn | Grumbierschdigg | Grumbierscheele | Grumbierscheelesubb | Gummbe
- Buchstabe H | Haasefuula | Haasekaschde | Haasepidd | Haasezidd (f) | Haawedommbnuudele | häämlich | Häärchedd | die hälleffd Zidd | härre | Härrsche, härrschoo?! | Ha'kirche | halblong mache | Hawwa | Hawwa honn | Heekolleraawe (f/pl) | Heekollerääbcha (f/pl) | Hiddskebbche | hie | vunn hie sinn | Hinggelslääla (f) | Hinggelsläälache (n) | Hochziddsgäschd | Hochziddsòònzùùch | uff da Huchee (Hurree) sinn | Hungagääß | Hungaloch | Hungaricha, Hungariches | hungarich sinn | Husshäär | Hussiera
- Buchstabe I | Iese | Iesebòhn (Auch: Äisebòhn) | Iesedäärche | Iesedìer | Iesedòòr | Ieserohr | Iesesää | Ieseschdòng | Ieseschiene | Ieseschlìele | Iesedräächa | Iss | Issbaa | issich | issich sìnn | isskald sìnn | isskalde Fìeß hònn | isskalde Gnoodsche hònn | isskalde Hänn hònn | Isskella | kald wie im Isskella sìnn
- Buchstabe J | Jaases! | Jaases nää! | Judd | uff da Jugg hugge | Julle
- Buchstabe K | Kaddsekobb (m) | Kääs | wissa Kääs | Kääsbagge | sich kääse | Kääslabbe | kääsich luue~ sinn | kääswiss sinn | keddelle | sich onn äbbes kehre | Killcha (n/pl) | Killcha hònn | Killche (n) | Kirchebläädche | Knoddel | Knoddelbeidsch | Knuschd | knuschdich | knuschdich sinn | Knuschdkebbche | Knuschdkopp | Knuschd'sagg | Kodds (f) | Koddsääma (m) | e Koddsääma briche | koddse | koddse mìsse | Komeelislied | e Kopps greeßa sinn | Krimmes | Kuddsch | Kull (f)
- Buchstabe L | lääschdich | vumm Lämmes gepiggd sinn, ~ wärre | Leffelbläch | leffelcheswies | leffelcheswies läije | Liedpinnicha | Liwwarung | Liwwawòòn | Liwwazidd | Lorje | Lottringga Daach'dieb | ~ Kùh'dieb
- Buchstabe M | Märrgelche | e gudd Mai honn | mill sinn | monnierlich | Moogese (Moggese) | Mummsa | Mussadd | mussdood | Mùùla | Mùùlazigge | Muusa
- Buchstabe N | Naachelfäil | Näächa | e Näächa absääle | e naggicha Näächa absääle | nääwenuss gehn | nääwens (nääweds) | nääweròòn mich kumme | Nässchedd | Narre'hääd | Narrehuss | Narrekabb | NiggullichkäädNigguddichkääd | Nille (m) | Nillekääs (m) | Nillekobb (m) | niwwazùùs | nonnamòòls | nòò | Nòòme | ùff de Nòòme hòlle | Nòòmensdaa | noowel | noowel honn | noowel sinn | nunnagehn | nunnazùùs | nunniche | Nunnichkädd | änna nusse | jemonnde nusse
- Buchstabe O | Omäi | onnaschd | sich onnaschd òòndùùn | onnaschdrum | onnaschdrum sinn | òòndellefonìere | òòngerännd sinn | òònlängge | Ooweschieß | Owwatraawes
- Buchstabe P | e Paarcha | Padd | Padd schbiele | Päädchesdribbela | Pänning (m) | känn Pänning im Sagg hònn | jeela Pänning erumdrähe mìsse | die paa Pänning | nùrre e paa Pänning Rände hònn | Pänningsschballa (m) | e Pänningsschballa sìnn | e Piebsje | Pläddcha | Pläddcha leeje | Pläddche | pläddele | Plunna | Prallinee | Pubbekich | puube | puubegal sinn | puube gehn | puubich klään (sinn)
- Buchstabe R | Rään | Räändaa | rääne | Rääneräi | Räänfass | Räänjubbe | Räänkeeb | Räänschirm | Räänwassa | Räänwälla | Räänzidd | rämmool (auch: iwwa'räämool) | ränne | Ränneräi | äbbes uffem Rischbel honn | rummse
- Buchstabe S | Sänndung | e gòns Sänndung | SaichpeedaSaichpidd | Salsnäächa | Schäffche | schbachdele | Schbachdela | schbieseggich sinn | Schiggbagge | e Schiggbagge hònn | schigge | schìgge | Schommassschirds | Schòòre | Schòòre mache | Schrieb | schronggòòdich | Schurregg | Soufärrgel | Souloch
- Buchstabe T | Tòòb | Tòòbloch | Tòòbsagg | Trääneguggugg | Tròòm | Tròòn | wie im Tròòn sìnn | tròòn | Tròònfùnsel | tròònfùnselich sinn | Tròònsuus | tròònsuusich sinn | Tuwwagg | tuwwagge | Tuwwaggsbäidel | Tuwwaggsbräiasch | Tuwwaggsdùùs | Tuwwaggsfawwerigg
- Buchstabe U | uffbruuse | äbbes uffgehungk grìen | uffgehungk wärre | uffhängge | jemònde äbbes uffhängge | sich äbbes uffhängge lònn | sich all Schissdrägg uffhängge lònn | sich umbringe | ussbisse | sich die Zänn ussbisse | ussblòòse | ussdänggich wärre | ussfellich wärre | ussgedruggeld | ussgelierd sinn | ussgerächend | usshalle | sich usshalle lonn | usskìehle | sich usskoddse | usslaafe | Usslaaf hònn | ussrächne | uss'rìddsche | ussrisse | sich känn Bään ussrisse | Bääm ussrisse kìnne | sich ussschisse | usssìehn wie geschess | usssìehn wie gekoddsd | usssìehn wie schummòòl gäss | ùùnschùllich (sinn) | noch ùùnschùllich sinn
- Buchstabe V | vabaddsche | vadriddele | vadruggeld sinn | vafriere | valassiead luue | vanunnichd sinn | Vorrwidds | voor ludda Vorrwidds | vorrwiddsich sinn | Vorrwiddstuud
- Buchstabe W | Wääsje | wahscheins | Willsoueweia | winndahällich | wissa Kääs | Wissbroodfrässa | witthalwes vawònnd sinn
- Buchstabe Z | die schlächd Zidd | zwiwwele
(E?)(L?) http://www.ensheim-saar.de/ehp_47.htm
Die am 10.03.2005 aufgeführten "Vornamen auf Ensemma Pladd" waren lediglich "übersetzt":
Adel | Alwîes, auch: Alîes | Baawel, auch: Bärwel | Bawwädd | Bällche | Bedda | Dien | Edwadd, auch: Edwaad | Eicheen | Eliss | Fälldes | Ferdnonnd, auch: Ferd | Fina, auch: Fien, Fienche | Hännes, auch: Honnes, Honns | Heleen | Honna, Honna'che | Idche | Jääb, auch: Jôôb | Jäddche | Jochchonn | Jule, auch: Schîll | Karel | Katt, Kattche, Kätt, Kättche | Klärche | Kreschoon | Leenche, auch: Leni | Lîenche | Lissbett, auch: Liss, Lissje, Eliss | Lôônche | Lôrche | Luij, auch: Ludde | Luwwies | Maalche | Marri, Mariche, Marieche, Marija | Matz, Mätz | Mîenche | Mill | Niggel | Nobbes | Oddel, Odd, Oddo | Onn, Onna, Onna’che | Onndôôn | Onndrees | Onne’kätt | Ottill | Pitt, Pittche | Pullîen, Pullîenche | Rächien | Schîll | Schorsch | Schosse’fien, auch: Schossfien | Seffa | Sepp, Seppche, Sibbes, Jôôsebb | Seraff | Siwwitt | Tärrees | Till, Tillche | Troud, Troudche, Troudel, Trudche | Urrboon | Willemm
(E?)(L?) http://www.ensheim-saar.de/ehp_48.htm
Die am 10.03.2005 aufgeführten "Ortsnamen auf Ensemma Pladd" waren lediglich "übersetzt":
Aldemm | Asswilla | Bääwelsumm | Bischmisse | Biwwinge | Blillaschdorf | Brääwedd | Daale | Daalemm | Dingmadd | Gäälbach | Gärrschemm | Giddinge | Grääwe'daal | Hakirche | Honnwilla | Kaschdel | Loudarre | Mänge Bolche | Moolschd | Ormese | Ottwilla | Owwa'wirzbach | Quierschd | Raaschbach | Reinemm | Ruuwe'numm | Saa'brigge | Saa'geminn | Sängschd | Schääd | Schääla (Schääda) Bärch | Schoofbrigg | Songdwännel | Ummasche | Wääwenumm | Willaschumm (Widdaschumm) | Wirzbach | Wolfa'schumm | Zwää'brigge
(E1)(L1) http://www.ensheim-saar.de/ehp_49.htm
Zu den am 10.03.2005 aufgeführten "Gallizismen im Ensemma Pladd" gab es jeweils die "Übersetzung in Hochdeutsch", den "Ausdruck im Französischen", die "deutsche Bedeutung" und einen Beispielsatz. Insbesondere der "Ausdruck im Französischen" erklärt die Herkunft des Begriffs.
- Buchstabe A | äschdemiere | Affäär | arrongschiere
- Buchstabe B | Baggaasch | Ballaawa | ballaawarre | Ballwiera | Baschdadd | Bäisiggel | Biddee | Billett (Billee) | Boll | e Boll voll | Bossela | Bossel'ärwet | bossele | Bott'schommbadd | Brumme | Brumme'bäämche | bruun | Buddel | Bullee | Bulligg
- Buchstabe D | dassäll; dassällich | Debboo | deggmools merci | Deez | däärsäll; dersällich | Dier'klännsch | dischbe'diere | disstuur | Diwwong | Dööschwoo | doordich | Dubbee | uffs Dubbee schloon | Duddischdel | Duschuur | Duschuur mache | dussmoo
- Buchstabe E | Edda'schäärche | err sinn | err wärre | Exkies | fa Exkies
- Buchstabe F | Fajoole | Fawwerigg | in da Fawwerigg schaffe | Fawwerigg'arweida | Feez | Feez mache | Fillche | Filluu | Finnoonse | Fissääl | fissele | Fisse'madänncha | Flämm | die Flämm honn | Flidd | flonniere | Frippche | Frissee | Friseer | fronnseesch | Fronnsele | fronnsele | futtsch
- Buchstabe G | Gomma | Gomma'labbe | gommarre | Gosch | die Gosch halle | Groschele | Groschel'hegg | Groschel'schmeer | Gumma | Gummarre | Gummarre'salaad | Guu | Guu honn | Guudsje
- Buchstabe H | Hau | Hissje (Hissjee) | Hottwollee
- Buchstabe I | e Idee | e Idee'che
- Buchstabe J | Jubbe | Jubbe'fella | juschd
- Buchstabe K | Kaboddche | Karmuffel | Karoona (Koroona) | Klännsch | Klännsche'butza | Kussienche | Kussing
- Buchstabe L | Lommberie | Lonnda | Lonnda'poschde | Luij | Luij'cha | Luij'che
- Buchstabe M | Madämmche | Madomm | Mekanigg | Mermitt | misseraawel | misseraawelich | e gonnz Missjoon (Massjoon) | Mussjee
- Buchstabe N | Niggudd | niguddsich; nigguddich | Nillon | Nillonn'hämmed | Nillon'schdrimmb | Noodäär | noowel
- Buchstabe O | Ommbaschuur | Onndiewich | Onndiewich'salaad | Onnduddele | Oroosch(e) | Oroosche'saffd
- Buchstabe P | Paadie | paddasch | Paddie | padduu | Pärrch | Parabbelee | passaawel | Passpadduu | Pawwee | e peedche | Peedcheskräma | pinnse | Pirree | Pischje | Pissa | pisse | Pisswaa | Plädäätsch | plädäätsche | plädiere | plärre | Plärr'schniss | Plässier | Plässier honn | Plaffo | Pood | Poodche | Poodcheskräma | Poode'gießa | poodele | sich poodele | poodelich | posse | Possquetsch | Powwei | prässiere | Pries | Profittche | Prossjoon | Purrädde | Purrädde'gemies | Pussier'diechelche | pussiere | pussiere gehn | Puttsche | e puttsche | puube | Puub'loch
Europäischer Mühlenradweg (W3)
(E?)(L?) http://www.sr-online.de/fernsehen/461/405255.html
Der Weg streift insgesamt vierzehn, meist sehr malerisch in grünen Bachauen gelegene Mühlen - und eine ganze Menge europäischer Geschichte(n) „en miniature“.
Zwischen der Saarpfalz und Lothringen
Der Europäische Mühlenradweg ist ein ca. 45 km langer Rundkurs durch die Grenzregion Saarpfalz (Saarland), Westpfalz (Rheinland-Pfalz) und Bitscherland (Departement Moselle in Lothringen/Frankreich).
Er beginnt in Zweibrücken-Ixheim, folgt zunächst dem Lauf des Hornbaches, dann der Schwalb nach Süden in Richtung Bitsch, macht dann einen Bogen nach Westen und führt schließlich längs der Bickenalb durch die südöstliche Ecke des Saar-Pfalzkreises wieder zurück zum Ausgangspunkt Zweibrücken. Bei Hornbach kann man einen zusätzlichen schönen Abstecher nach Osten machen - über die Großsteinhauser- und Riedelberger Mühle.
Da ist der Weg etwas steiler, ansonsten sind keine großen Steigungen zu bewältigen, der Radweg eignet sich sehr gut zum gemütlichen Radwandern für die ganze Familie. Meist verläuft er auf einem separaten Radweg, nur zwischen Volmunster und Peppenkum sowie zwischen Altheim und Zweibrücken muss man auf einer schmalen Landstraße fahren.
Die schönsten Abschnitte führen durch die Auenwälder zwischen Zweibrücken und Volmunster und auf den kleinen Höhenrücken zwischen Peppenkum und Altheim. Eine Karte mit dem genauen Kurs und einer Beschreibung der einzelnen Mühlen am Weg ist bei den unten angegebenen Tourismus-Büros erhältlich.
Der Weg streift insgesamt vierzehn, meist sehr malerisch in grünen Bachauen gelegene Mühlen - und eine ganze Menge europäischer Geschichte(n) "en miniature“: Die Region war zunächst Siedlungsgebiet der Kelten und Römer, später der Merowinger. Einflussreich war die Herrschaft des Klosters Hornbach, das der Heilige Pirminius 742 gegründet hatte.
Es folgten die Grafen von Zweibrücken und Bitsch, das Herzogtum Lothringen (mit seinem Ex-Polenkönig Stanislas als letztem Regenten), das Königreich Frankreich, das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und die Herrschaft von der Leyen. Ab 1793 hatte Napoleon das Sagen, der Wiener Kongress zog 1815 wieder neue Grenzen. Das Königreich Bayern stieß hier jetzt plötzlich an Frankreich, die Region blieb endgültig Grenzgebiet, was sie in den beiden Weltkriegen schmerzlich zu spüren bekam.
...
F
Fez (W3)
Im Saarland (und evtl. auch in anderen Landesteilen) kann man statt "wir albern", "wir machen Unsinn" auch hören "wir machen Fez". In der Aussage "Mach (jetzt) nicht soviel Fez!" kann es auch bedeuten, dass man nicht soviel Aufhebens von einer Sache machen soll.
Seinen (vermutlichen) Ursprung hat "Fez" im frz. "fêtes" = "Feste". Der Sing. "fête" = "Fest" tritt auch in einem anderen ugs. Ausdruck der "Fete" in Erscheinung.
Flemm - die Flemm haben (W3)
Am schreibt ein Besucher:
"flemm" = aus dem frz. (umgangssprachlich) "avoir la flemme" = "genug von etwas haben", "zu müde sein, um weiterzumachen".
(A: AstroRudi)
Möglich wäre die weitere Herkunft von frz. "flegme" = "Phlegma" = "Gleichgültigkeit" und frz. "flémard", "flemmard" = "faul", "Faulpelz" und entsprechend frz. "flème", "flemme" = "Faulenzerei".
Freck - die Freck haben (W3)
= "Unwohlsein" bis "Grippe"
Am schreibt ein Besucher:
"Freck" = luxemburgisch "vreckt sin" = "verreckt sein".
(A: AstroRudi)
G
gell, gelten (W2)
Jeder Mensch braucht Bestätigung. Der Saarländer holt sie sich, indem er an eine Aussage ab und zu das Wort "gell" = "nicht wahr?" hängt. Auch in Rheinland-Pfalz kommt sowas vor, gell?
Wenn man nach der Herkunft saarländischer Ausdrücke sucht, ist man immer geneigt, nach Frankreich zu schauen, aber das frz. "quel(le)" = "welche(r)(s)" ist als Ursprung nicht geeignet.
Die Antwort findet man in "gelten" = "gültig sein". "gell" ist eine verflachte Form des ebenfalls umgs. "gelt" im Sinne von "Das gilt doch wohl?"
Ursprünglich war es eher als Imperativ von "gelten" gemeint, also mit der Bedeutung "es möge gelten".
Das Wort "gelten" hatte ursprünglich weniger eine übertragene, sondern eine ganz konkrete Bedeutung im Sinne von "kosten" oder "wert sein".
Dass es im ahd. "geltan" noch die Bedeutung "zurückzahlen" hatte, kann man z.B. noch an den "jdm. etwas vergelten" oder "vergelt's Gott" erkennen.
Am 16.04.2010 stellte Peter Mußler folgenden Beitrag im Etymologie-Forum ein:
(E?)(L?) http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?q=herkunft_gell&action=std_show&entryid=1109681127&mainid=1109681127&threadid=2&USER=user_213942
Betreff: Herkunft "gell"
Inhalt: Die Bestätigungsanhängsel werden im Deutschen in regional unterschiedlicher Form gebildet. Die meisten davon sind sprachlogisch zu erschließen: a) "nicht wahr" = oder "ist es etwa nicht wahr?" b) das westfälische "woll" = oder "ist es wohl doch so?" Woher aber kommt das süddeutsche "gell"?
Gersheim (W3)
(E?)(L?) http://www.gersheim.de/
(E?)(L?) http://www.gersheim.de/content/view/270/176/
Als "Geroldesheim" ist der Ort im Jahre 1150 erstmals urkundlich erwähnt. Maßgeblich zum Aufblühen des Ortes trug sein Reichtum an Kalkstein bei, der seit 1895 industriell abgebaut und verarbeitet wird. Die unterirdischen Stollen des Kalkbergwerkes dienten 100 Tage - vom 6. Dezember 1944 bis 25. März 1945 - etwa 2.000 Menschen aus dem unteren Bliestal, dem Mandelbachtal und dem angrenzenden Lothringen als Zufluchtstätte vor dem Krieg.
...
(E6)(L1) http://home.meinestadt.de/gersheim
(E?)(L?) http://www.museumsmedien.de/museen_saar/ausgabe/museen.php
Gersheim-Reinheim | Gersheim-Rubenheim
Gosch, Gosche, gueule, Gully, Gülle (W3)
Die saarländische "Gosche" = "Mund" könnte auf ein keltisches Wort zurückgehen. Verwandtschaft dürfte bestehen zu lat. "geusiae" = "Schlund" und "gula" = "Kehle". In dieser Familie findet man dann auch frz. "gueule" = "Schnauze", "Maul" und schließlich "Gully" = "Wasserrinne", "Kanalisationsschacht" und "Gülle" = "Jauchegrube".
Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass es auch Aussagen gibt, die die Bezeichnung "Gully" auf den Münchner Strassenbaumeister "Friedrich Johann Gully" zurück führen, der 1889 diese Abflussart erfunden haben soll.
Gräfinthal (W3)
"Gräfinthal" wurde benannt nach der "Gräfin Elisabeth von Blieskastel", die hier im Jahr 1243 ein Klöster gründete, aus Dankbarkeit für die Heilung ihres Augenleidens.
grottenschlecht
Dt. "grottenschlecht" und dt. "grottendoof" basieren auf der süddt. "Krotte" = dt. "Kröte". Im Saarland kann einem "grottenschlecht" und "hundeelend" sein ("grottendoof" habe ich jedoch selten gehört).
grottendoof (W3)
(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=grottenschlecht
Abfrage im Google-Corpus mit 15Mio. eingescannter Bücher von 1500 bis heute.
Dt. "grottenschlecht" taucht in der Literatur um das Jahr 1980 auf.
Erstellt: 2011-06
H
Hallotri, Hallodri, Allotria (W2)
Im Saarland und vielleicht auch in anderen Bundesländern kennt man den "Hallotri" oder "Hallodri", ein Bruder des "Hansdampf in allen Gassen", ein unbeschwerter Mensch, der auch immer bereit ist Unsinn zu treiben. Seine Herkunft liegt vermutlich im "Allotria", das vom griech. "allótria" = "Fremdes", "Abwegiges", und "allótrios" = "fremd" und weiter griech. "állos" = "anderer". Und da den Menschen alles Fremde suspekt ist, wurde es zur dt. Bezeichnung für "Unfug", "Dummheiten" und weiter zu "Lärm" und "Durcheinander".
Der "Hallodri" hat sprachlich gesehen also noch recht wenig "Allotria" getrieben.
Herbitzheim, Ladeiner (W3)
Zum Hintergrund des Ortsnamens "Herbitzheim" liefert die Homepage des Ortes recht wenig. Möglich wäre die ursprüngliche Bedeutung "Ort des Herberts".
Auch erfährt man, dass die "Herbitzheimer" auch "Ladeiner" genannt werden, allerdings nicht, worauf dies zurückzuführen ist.
(E?)(L?) http://www.herbitzheim.de/
(E?)(L?) http://www.herbitzheim.de/ortsgeschichte.html
...
Unser Dorf wurde 1382 urkundlich erstmals in den Regesten des Klosters Wörscheiler erwähnt. Wie aus dieser Urkunde hervorgeht, war Herbitzheim im Besitz des Johann Herr zu Kirkel, der den Ort "von seinen Vorfahren" erbte und in diesem Jahr den Ort dem Albrecht von Zweibrücken und seiner Frau "Bylen von Yche" verpfändete bzw. verkaufte.
...
(E?)(L?) http://www.herbitzheim.de/62.html
Ladeiner - Die Symbolfigur der Herbitzheimer
"Ladeiner", wie man die Herbitzheimer auch nennt, kann man sich als einen Doktor oder Hochschulprofessor in mittelalterlicher Amtstracht mit einem Saatgutsack und der Haltung eines Sämanns vorstellen.
...
hibbelig sein (W3)
Der Ausdruck "hibbelig sein" = "nervös sein" geht zurück auf "hibbeln", "hippeln", "hoppeln", "hoppen", "hüpfen".
hoddläschdig, hotläschtisch, hotlechtisch, hottläschdisch (W3)
Das Wort "hottläschdisch" oder "hoddläschdig" kenne ich nur in mündlicher Form. Die Schreibweise entspricht deshalb der Form, die der mündlichen Aussprache am nächsten kommt. Meine Großeltern benutzten dieses Wort noch oft, um auszudrücken, dass etwas "wackelig", "instabil", "qualitativ minderwertig" ist.
Aber es scheint nicht überall im Saarland bekannt zu sein. Jedenfalls habe ich schon Saarländer/Pfälzer gefragt, denen es unbekannt war.
Trotz intensiven Suchens habe ich bisher keinen Hinweis zur Herkunft dieses Wortes gefunden. Die folgenden Überlegungen sind also nur eigene freie Assoziationsversuche.
Für den ersten Wortteil sind mir eingefallen:Für den zweiten Teil ist mir nur "lästig" oder "lastig" eingefallen.
- engl. "hot" = "heiß"
- frz. "haut" = "hoch"
- mhd. "hott", "hotte", "hotten" = "zum Laufen antreiben" (vgl. "Hottepferdchen" = "Laufpferdchen"). Im Saarland gibt es auch den Ausdruck "einmal hott und einmal hü" = "einmal so und einmal so", wörtlich "einmal laufen und einmal halten".
Möglich wäre, dass es die umgangssprachliche Aussprache von "hochlastig" ist. Dann wäre es eben ein "kopflastiger" Gegenstand, der demzufolge "instabil" ist.
Zur Bezeichnung einer "wackeligen" Konstruktion scheint mir eigentlich nur die Kombination "hochlastig" sinnvoll zu sein. Ein Gegenstand mit einem hochliegenden Schwerpunkt und kleiner Standfläche kann durchaus zum umfallen neigen. Die frz.-dt. Kombination halte ich für das grenznahe Saarland durchaus für denkbar.
Vielleicht ist es aber auch eine umgangssprachliche Aussprache von "hudelig" = "lumpig" von "hudeln" = "schlottern", "baumeln", "lumpenartikes Aussehen haben". Dann würde es also etwa "hudeligdich" bedeuten.
Da "Hudel" eine veraltete Form für "Lappen", "Lumpen" ist, wird "hudeln" als "zerfetzen" angenommen.
Heute hat "hudeln" (saarl. "huddeln") umgangssprachlich die Bedeutung "schnell, ungenau arbeiten" angenommen.
Die Rückführung von umgsspr. "hotlechtisch" auf "hudelig" scheint mir jedenfalls auch denkbar zu sein.
Das Wort kann aber auch eine ganz andere Geschichte haben.
Ich hoffe deshalb, dass ein Besucher eine Idee hat.
Am 23.05.2007 schrieb "Rudi", der seit 20 Jahren in "Thionville" / "Diedenhofen" (Lothringen, FR), also im Dreiländereck Luxembourg / Lothringen / Saarland (auch "Saar-Lor-Lux" genannt) wohnt:
...
das "lächtech" ist garantiert "lästig", für das "hot" habe ich keine so richtige Erklärung ausser französisch "haut" = "hoch", was Sie ja auch schon angesprochen haben !
...
Damit ergäbe sich die Herkunft als "hochlästig" im Sinne von "sehr unbrauchbar".
Homburg (W3)
Der Name der Stadt "Homburg" geht zurück auf die im 12. Jh. erbaute Hohenburg auf dem Schlossberg, die jedoch 1697 und 1714 zerstört wurde.
(E?)(L?) http://www.homburg.de/
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/saarpfalz-kreis/home
I
J
K
klor (W2)
Das saarländische Wort "klor" ist ein sehr vielschichtiges Wort. In der Aussage "das ist klor" bedeutet es etwa "das ist interessant, spassig, sonderbar". Wohingegen es in der Aussage "du bischt velleicht klor!" bedeuten kann "bist du jetzt durchgedreht?". Es kann also je nach dem Kontext zwischen einem freudigen Bewundern und einem ablehnenden Verachten pendeln. Und es gibt Mitmenschen, die das Wort sehr häufig verwenden.
Jedenfalls habe ich mich schon seit langem gefragt, wo dieses Wort wohl herkommt. Ich habe schon viele Einheimische darauf angesprochen, aber niemand hatte eine Idee.
Ich versuchte es mit "Chlor" dem chemischen Element, das ja ätzend ist, aber ich konnte keine Verbindung dazu finden.
Nun ist mir gestern Abend das Wort "glorreich" = "rühmlich", "ehrenhaft" aufgefallen. Damit hängt auch die "Gloriole" = "Heiligenschein" und "mit Glanz und Gloria" zusammen.
Meine (bisher allerdings unbestätigte) Theorie lautet nun folgendermassen: Die Saarländer haben in ihrer wechselvollen Geschichte das frz. "gloire" = "Ruhm", "Ehre" (im Deutschen gibt es auch ein veraltetes "Glorie") bzw. das Adjektiv "gloreux", "gloreuse" = "ruhmvoll" in ihren Sprachschatz aufgenommen und im Laufe der Zeit zu einem schillernden Begriff abgeschliffen.
Falls Sie eine bessere Erklärung kennen, bitte ich Sie es mir mitzuteilen.
Am 23.05.2007 schrieb "Rudi", der seit 20 Jahren in "Thionville" / "Diedenhofen" (Lothringen, FR), also im Dreiländereck Luxembourg / Lothringen / Saarland (auch "Saar-Lor-Lux" genannt) wohnt:
...
"Klor" = "klar", wird auch im Luxemburgischen als "klor" ausgesprochen!
Die Umkehrung ist so ähnlich wie "du bist nicht ganz dicht"!
...
Das saarländische "klor" hat allerdings nicht die selbe Bedeutung wie "klar". Aber es kann sich durchaus im Laufe der Zeit ein Bedeutungswandel ergeben haben.
Die Umkehrung von "du bischt awwer klor" = "du bist vielleicht lustig" gibt es auch im Saarland in der Form "du bischt jo net ganz klor" = "du bist ja nicht ganz gescheit". Und in der Negation kann "klor" durchaus die Bedeutung "klar (bei Sinnen)" annehmen.
L
Lappentascher Hof (W3)
Der "Lappentascher Hof", einst "Lapperte'scher Hof" bei Homburg trägt seinen Namen nach dem französischen General "La Bretèche", der ihn von 1684—1714 besass. Den unverständlichen fremden Namen haben die Bewohner der Gegend volksetymologisch umgewandelt in "Lappentascher Hof".
Der Familienname "Bretesche", frz. "La Bretèche" geht zurück auf frz. "bretèche", lat. "britisca" = "hölzerner Verteidigungsturm", "Erker an Burgmauern und Wehrgängen zum senkrechten Beschuss des Mauerfußes". Als weitere Herkunft wird "die bretonische (Befestigung)" angenommen.
(E?)(L?) http://www.lappentascherhof.de/
(E?)(L?) http://www.lbz-rlp.de/Schulprogramme/schulprogramm_zweibruecken_1890.pdf
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/Erbach_(Homburg)#Lappentascher_Hof
...
Der "Lappentascher Hof" liegt zwischen Erbach und Altstadt und hat 221 Einwohner (Stand: 1. Januar 2008). Der Ortsteil hat einen eigenen Sportverein. An der Zufahrtsstraße liegt ein Industrie- und Gewerbegebiet mit mehreren Fachmärkten. Dort befindet sich auch der Haupteingang der Boschwerke 1 und 2.
Gegründet wurde der Ort als Versorgungshof für die Hohenburg von dem Grafen "La Bretesche", der von 1680 bis 1697 Gouverneur von Homburg und Kommandant der französischem Truppen in der Saarprovinz war. Der Name "La Bretesche(s) Hof" hat sich im Laufe der Zeit in "Lappentascher Hof" umgewandelt.
...
Erstellt: 2010-10
Lazzeroner, Lazzaroni, Lazzi, lazy, let, laisser, lassen, lasch (W2)
Zu diesem Ausdruck für "kleiner Gauner" habe ich noch keinen Hinweis gefunden.
Hängt "Lazzeroner" evtl. mit lat. "latro", "latronis" = "Verbrecher" zusammen?
Im italienischen Wörterbuch findet man einen "Lazzarone", ein neapolitanischer "Gelegenheitsarbeiter", "Bettler", "Armer" in Neapel; aber auch "Gauner" und "Schuft.
Weiter findet man, dass sich diese "Lazzaroni" 1798, 1821 und 1848 den Bourbonen als Hilfstruppen gegen Revolutionäre angeboten haben.
Weiter findet man das ital. "Lazzi" = "Possen", komische, meist mimische Improvisationen und Späße der Commedia dell'Arte.
Dann gibt es noch das engl. "lazy" = "faul", "langsam" und die "faulen Knochen", den "lazybones" = "Faulpelz".
Weiter Hinweise zur Herkunft konnte ich nicht finden.
Da das engl. "let", das frz. "laisser" und das dt. "lassen" auf ein ahd. "laan" = "mattwerden", "schlaff werden" zurückgeht, dürfte hier für alle Begriffe eine gemeinsam Wurzel existieren. Weiterhin gehört das aus den Niederlanden eingewanderte "lasch" = "schlaff", "ohne Energie", "fade" (bei Nahrungsmitteln).
Die Verbindung zum Lateinischen findet man schliesslich mit "lasziv" = "schlüpfrig", "Sinnlichkeit verbreitend", das auf "lascivus" = "zügellos" zurückgeht.
Die Aufnahme von "Lazzeroner" - im Sinne von "Gauner" - in den umgangssprachlichen Wortschatz der Saarländer dürfte allerdings durch italienische Gastarbeiter herbeigeführt worden sein.
M
meinestadt - Stadtkreise in Saarland
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/saarland/home
Landkreise in Saarland
Städte in Saarland
Gemeinden in Saarland
Landkreise
Kreis Merzig-Wadern Kreis Neunkirchen Kreis Saarlouis Saarpfalz-Kreis Saarbrücken
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/kreis-merzig-wadern/home
Städte und Gemeinden im Kreis Merzig-Wadern
Beckingen Losheim Merzig Mettlach Perl Wadern Weiskirchen
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/kreis-neunkirchen/home
Städte und Gemeinden im Kreis Neunkirchen
Eppelborn Illingen Merchweiler Neunkirchen Ottweiler Schiffweiler Spiesen-Elversberg
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/kreis-saarlouis/home
Städte und Gemeinden im Kreis Saarlouis
Bous Dillingen Ensdorf Lebach Nalbach Rehlingen-Siersburg Saarlouis Saarwellingen Schmelz Schwalbach Überherrn Wadgassen Wallerfangen
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/saarpfalz-kreis/home
Städte und Gemeinden im Saarpfalz-Kreis
Bexbach Kirkel Mandelbachtal Sankt Ingbert
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/stadtverband-saarbruecken/home
Städte und Gemeinden im Stadtverband Saarbrücken
Friedrichsthal Großrosseln Heusweiler Kleinblittersdorf Püttlingen Quierschied Riegelsberg Saarbrücken Sulzbach Völklingen
mickerig
Für das anscheinend nicht nur im Saarland zu hörende dt. "mickerig", "mickrig" findet man ein älteres "mikkern" = "schwach". Es würde mich jedoch sehr wundern, wenn es zwar nicht unbedingt von griech. "mikrós" = dt. "klein", "kurz", "schwächlich", "gering" abstammen aber doch in die gleiche Familie gehören würde. Die Ähnlichkeit ist zu frappierend.
mickrig (W3)
(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=mickrig,&Eintrag1=185
(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=mickerig
Dt. "mickerig" taucht in der Literatur um das Jahr 1850 / 1900 auf.
(E1)(L1) http://ngrams.googlelabs.com/graph?corpus=8&content=mickrig
Dt. "mickrig" taucht in der Literatur um das Jahr 1870 / 1930 auf.
Erstellt: 2011-02
Muckefugg
(E?)(L?) http://www.muckefugg.de/
mundidjee, nundidjee (W3)
Kürzlich ist mir wieder ein Wort eingefallen, das ich schon seit Jahren nicht mehr gehört habe. Aber ich meine, mich daran zu erinnern, dass meine Grossmutter den umgs. Ausdruck "mundidjee" des öfteren benutzte, um ihren Ärger auszudrücken. (z.B.: "Mundidjee, wer hadden die dier schun widder uffstehn losse?" - für des Saarländischen nicht Kundige: "Mundidjee, wer hat denn die Tür schon wieder aufstehen lassen?")
Jedenfalls vermute ich, dass es eine Verballhornung des französischen "Mon Dieu" ist.
Falls es Leser aus dem Saarland oder anderen frankophilen Bundesländern gibt, die diesen Ausdruck noch kennen, geben Sie mir doch bitte einen Hinweis.
Am 05.01.2009 schrieb Herr Heinz-Otto Mohr:
... Ihre Vermutung zu dem Ausdruck "mundidjee" ist nur teilweise richtig, und zwar dass es aus dem Französischen stammt und ein Teil darin "dieu" ist. Ganz richtig ist, dass es sich um eine lautmalerische Übersetzung des Ausdrucks "nom du dieu" ("Name Gottes"), eines eigentlich üblen Fluches handelt. Deswegen lautet die "richtige" Schreibweise auch "nundidjee" (mit "n").
museumsverband-saarland
(E?)(L?) http://www.museumsverband-saarland.de/
Museumsverband Saarland
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(E?)(L?) http://www.museumsverband-saarland.de/start.html
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N
O
P
Pieper Saarlouis (W3)
(E?)(L?) http://www.pieper-saarlouis.de/
Der Name des bis heute selbständigen Kaufhauses geht auf den Gründer zurück.
1885 gründete der Klempnermeister "Ludwig Pieper" mit seiner Frau Johanna das Familienunternehmen. In der Anfangszeit führte Frau Pieper das Geschäft alleine, während ihr Mann Waren auf den Märkten der Umgebung verkaufte. 1898 wurde das Eckhaus am Großen Markt erworben, wo sich heute noch der Stammsitz von Pieper befindet.
"Pieper Saarlouis" wird bereits in der 4. Generation von der Familie Pieper geführt und ist heute eines der größten, familiengeführten Kaufhäuser in Deutschland. In seiner über 100 jährigen, wechselvollen Firmengeschichte ist das Kaufhaus mit Saarlouis groß geworden, hat in seiner Mitte städtebauliche Akzente gesetzt und maßgebend den Charakter und die Attraktivität der Kreisstadt als Einkaufsstadt bestimmt.
Q
R
Raffel, Raffeleisen, rap, Rapmusik, rapacious, Raffgier, rapid, rape, rapturous, Rapier, Rapp, Rappel, rappeldürr, rappeln, Rappelche, coitus interruptus, raffen, Rappelche, Raffke (W1)
Im Saarland (und möglicherweise auch in anderen Landesteilen) kann man in manchen Situationen das umgspr. "Raffel" = "Mund" vernehmen. Auch gibt es den Ausdruck "Raffeleisen" = "Reibeisen". Im ersten Moment fällt auf, dass man es hier mit zwei Mahlwerkzeugen zu tun hat. Aber die genauere Betrachtung fördert eine grosse Familie zum Vorschein.
Ich möchte zunächst mal den Stamm vorstellen, der hinter dieser Wortfamilie steht: "rap" = "Stossen", "Klopfen", "Reissen".
Im englischen ist "rap" = "Klopfen", "Klaps" noch präsent. Im Deutschen ist es durch die "Rapmusik" wieder eingeführt worden. Kennzeichen der Rapmusik ist der abgehackte, stossweise Sprechgesang. Im englischen Wörterbuch folgen dann weitere Begriffe wie "rapacious" = "habgierig", "räuberisch". Man braucht nicht viel Phantasie, um diese Art von "einnehmendem Verhalten" mit "Stossen" und "Reissen" in Verbindung zu bringen. Daraus leitet sich dann das friedlichere engl. "rapacity", die "Habgier" ab. Im Deutschen heisst dies dann auch "Raffgier" (= "Gier, etwas an sich zu reissen").
Auch das in vielen Sprachen vorkommende "rapid" = "schnell" ("rapidity" = "Schnelligkeit") geht auf das lat. "rapere" = "fortreissen" zurück.
Im engl. "rape" = "Vergewaltigung", kann man die Untat fast spüren. Aber "rap" dient auch dazu das gegenteilige Empfinden auszudrücken. Das Adjektiv zu engl. "rapture" = "Entzücken", "rapturous" ("entzückt") wird sicherlich nicht zufällig mit "hingerissen (sein)" (oder "stürmisch") übersetzt.
Aber wenden wir uns doch nun den deutschen Familienmitgliedern zu. Der französische Import "Rapier" = "Reibeisen" ist gleichsam die hochsprachliche Variante zu "Raffeleisen" obwohl es auch kaum noch benutzt wird. Ein anderes umgs. Wort "Rapp" = "Kamm" bezieht sich auch auf Kämme, die als (Woll-)Rupf-Werkzeuge benutzt wurden.
Ein weiterer schöner umgs. Ausdruck ist "den Rappel kriegen". Wie "sich aufrappeln" = "sich losreissen" ist auch der "Rappel" eine plötzliche, ruckartig Erscheinung. Oft sagt man ja auch mageren Menschen ein eher etwas fahriges Wesen nach und nicht umsonst bezeichnet man sie als "rappeldürr". In "rappeldürr" hört man sogar noch das "Klappern" der Knochen heraus - man könnte auch von "rappeln" sprechen.
Ein Griff in die Kindersprache fördert auch noch das umgs. "Rappelche (machen)" = "sein Geschäft erledigen" hervor. Hier treten "losreissen" und "Krach machen" sogar in Personalunion auf.
Nun komme ich langsam zum Ende dieses Familienzweiges. Erwähnen könnte man vielleicht noch den "coitus interruptus", den unterbrochenen Geschlechtsverkehr, der oft auch mit einer "ruckartigen" Aktion verbunden ist.
Wenden wir uns jetzt aber nochmal dem Familienzweig "raffen" zu. Die "Raffel" (für "Mund") kann also sowohl auf die Bedeutung "Klopfen" und damit "Lärm machen" zurückgehen (vgl. "den Mund aufreissen"), aber auch auf die Zähne anspielen, die ja auch eine Art Kamm zum "Reissen" der Nahrung bilden.
Der Ausdruck "etwas raffen" = "etwas verstehen" bringt auch zum Ausdruck, dass man etwas (losreisst und) in seinen Besitz bringt. Nicht von ungefährt sagt man dazu auch "(etwas) begreifen".
Menschen mit einem besonders einnehmenden Wesen muss es schon immer gegeben haben. Und so bildete sich auch irgendwann (angeblich besonders in und um Berlin) der Familienname "Raffke".
Ich habe mich bemüht, hier viele Nachkommen von "rap" zusammenzutragen. Ich hoffe, dass mich dabei nicht die Raffgier zur Übertreibung verführt hat. Immerhin habe ich es unterlassen auch noch auf "rupfen" und "raufen" einzugehen, die zu "rap" zumindest wesensverwandt sein dürften.
raulich
unwohl sein
S
Saarland (W3)
Das Saarland trägt den Namen des Hauptflusses in diesem Gebiet.
Die "Saar" geht auf ide. "*sar", "*sor" = "fließen", "strömen" zurück. Die Römer machten daraus "Saravus" und im 06. Jh. wurde daraus "Sara" und schließlich dt. "Saar" und frz. "Sarre".
(E?)(L?) http://www.bonjour-saarland.de/
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Erstellt: 2011-02
saarpfalz-kreis
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Saarpfalz-Kreis
scheese = "schnell fahren"
Schlafittchen - jemanden am Schlafittchen packen, Fittich, Feder, Schlawitchen, Schlawickel, Flittich (W2)
Die Redensart "jemanden am Schlafittchen packen" geht zurück auf "Schlagfittich" = "Schwungfedern", "Fittich" = "Flügel". Das heute fast nur dichterisch gebrauchte Wort gehört zur "Feder"-Wortgruppe. In "Schlafittich", "Schlafittchen", hat sich eine frühnhd. Übertragung des Wortes auf den "Gewandzipfel", "Rockschoß" erhalten.
(A: ulle)
Zumindest im Saarland gibt es auch noch die umgangssprachliche Form "Flittich" für "Flügel".
(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/htm/idioms.html
(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/cgi-bin/view.pl?id=600
(E?)(L?) http://kollokationen.bbaw.de/cgi-bin/view.pl?id=600&table=3&lbl=FIRST
nachgewiesener Zeitraum: 1920-1999
- jmd. hat jmdn. am Schlafittchen
- jmd. packt jmdn. am Schlafittchen: 1. Lesart 2. Lesart
Erstbeleg: Ury, Else, Nesthäkchen fliegt aus dem Nest, o.O. 1920
(E?)(L?) http://www.mitmachwoerterbuch.lvr.de/detailansicht.php?Artikel=Schlafittchen
(E?)(L?) http://www.phil.muni.cz/german/mediaev/histsem/nofr-beisp-HS.htm
Schlafittchen
(E3)(L1) http://www.redensarten-index.de/register/p.php
jemanden am Schlafittchen packen
"An den Flügeln packen" = "am Fliehen hindern".
(E1)(L1) http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/ra-mat.htm
"jdn. beim Schlafittchen nehmen": "Schlafittich" = "Rockschoß" zu "Schlagfittich" = "Flügelschwungfedern der Gans", WAHRIG 1986,1121R; KrL 232 f.
Schoose, Schose, chose (W3)
Die saarländische "Schoose", "Schose" = (schlechte) "Sache", (unangenehme) "Angelegenheit" kann meines Erachtens nur auf frz. "chose" = "Sache", "Ding" zurückzuführen sein.
Die frz. "chose" geht zurück auf lat. "causa" = "Sache".
Schwarzenacker, Oligberg, Scheisshausparole, Latrinenparole, Capitolinus, Viz (W2)
Am 14.07.2004 besuchten wir mit dem Rosenverein Zweibrücken die römischen Ausgrabungen im nahe gelegenen Schwarzenacker. Die Führung brachte einige Hinweise, die sich zur Aufnahme ins Etymologie-Portal eignen.
930 n.u.Z. soll ein Graf Friedrich von Saarwerden einigen Mönchen den Auftrag gegeben haben, das Land im nahe gelegenen Tal zu kultivieren, d.h. Ackerbau zu betreiben. Dabei stiessen sie immer wieder auf verbrannte Erde. Und so wurde diesem Acker auch der Name "Schwarzer Acker" verliehen.
Auch wenn ich über einen Herzog von Saarwerden, der zu dieser Zeit gelebt hat, nichts weiter finden konnte, ist doch folgendes gesichert.
Die vorrömischen Spuren menschlichen Lebens führen von der Bronzezeit Stufe D (ca. 1100 vor Chr.) bis in die späte Latènezeit (Mitte 1. Jh. vor Chr.). Die über 1000 Jahre alte Siedlungskontinuität Schwarzenackers und seiner Umgebung endet erst mit der Zerstörung des gallorömischen Vicus im Jahre 276 nach Christus. Nachdem germanische Völkerstämme schon mehrfach im 3. Jahrhundert nach Chr. den Rhein zu Raubzügen überschritten hatten, drangen Franken und Alemannen 275/276 nach Chr. in Gallien ein und hinterließen eine Spur der Zerstörung in Städten, Siedlungen und Höfen. Schwarzenacker blieb im Gegensatz zu Pachten oder Saarbrücken entvölkert.
Die schwarze Erde stammte also von einer - für damalige Verhältnisse - grossen gallorömischen Siedlung. Die Jahreszahl der Zerstörung lässt sich auf Grund vieler römischer Münzfunde nachvollziehen.
Der nahe gelegene "Oligberg" hat seinen Namen ncoh von den römischen Rapsplantagen, die wertvolles Speiseöl lieferten.
Die umgangssprachliche "Scheisshausparole" geht zurück auf die etwas vornehm klingendere "Latrinenparole".
Die Römer hatten anscheinend nicht nur einen Sinn für das gemeinsame saunen, sie kultivierten auch den Toilettengang und führten dabei auch lange Gespräche. Da diese vermutlich nicht immer höchstes Niveau hatten wurden dabei auch einige "Latrinenparolen" verbreitet.
Einer der vielen römischen Kneipenwirte hatte den Namen "Capitolinus", der "Mann mit dem kleinen Kopf". Dennoch schien er nicht auf diesen gefallen zu sein. Sein Anwesen gehörte zu den grössten im römischen "Schwarzenacker". Ja er hatte sogar die Idee, sein Haus über einen vielbenutzten Weg zu bauen, so dass seine Mitbürgen gar nicht vermeiden konnten, an seinen Dienstleistungen vorbeizukommen. Und irgendjemand sass immer da und nötigte den Vorbeieilendenzu einem kleinen "cervisia".
Und auch der "Viz" war schon bei den Römern bekannt. Da hiess er allerdings noch "vice vinum" = "Ersatzwein".
Und das Essen gehörte für die Römer auch schon zu den schönsten Beschäftigungen. Und sie kannten auch schon den pfälzischen "Saumagen". Allerdings hatten die Römer noch keine Kartoffel zur Verfügung, die ja bekanntlich erst viele hundert Jahre später aus Südamerika kamen. Sie mussten also andere Dinge in die Mägen stopfen.
Und als Sie mangels Mägen auf die Gedärme zurückgriffen entstand auch die Wurst. (Vielleicht kannten Sie ja auch schon "de Lyoner"?!)
(E?)(L?) http://www.roemermuseum-schwarzenacker.de/
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(E?)(L?) http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&q=graf+friedrich+von+saarwerden&spell=1
(E?)(L?) http://www.homburg.de/Homburg/roemer.htm
(E?)(L?) http://www.homburg.de/Roemermuseum/Freilichtmuseum.htm
(E?)(L?) http://www.roemermuseum-schwarzenacker.de/index.php?id=26
Der Ort Schwarzenacker
sell, seller (W3)
Am 05.11.2009 teilte mir Herr Stefan Weszkalnys folgenden Hinweis mit:
... den Hinweis, dass das Wort "sell", "seller" nicht vom Französischen "celle" = "diese", "dieser" abgeleitet ist, sondern die abgeschliffene Form des „hochdeutschen“ Wortes "selbige", "selbiger", "selbiges" zum Ausdruck bringt.
Spokes (W3)
= "(unsinniges) Gespräch", "Filefanz".
"Spokes" dürfte sicherlich verwandt sein mit engl. "speak" = "sprechen".
Spreisel (W3)
Der "Spreisel" = "Splitter" hieß mhd. noch "sprißen" = "splittern".
sr-online
(E?)(L?) http://www.sr-online.de/sr1/1569/964041.html
Klug - klüger - Es Kaddsche
Es Kaddsche
Wissen Sie, was ein Edeljobber ist oder ein Wiesenschleicher?
Kennen Sie das Schwimmer-Syndrom oder die Katzenfußstellung?
Es Kaddsche klärt die Saarländer auf: täglich auf SR 1 Europawelle - und hier noch mal zum Anhören:
(E?)(L?) http://pcast.sr-online.de/feeds/sr1-kaddsche/feed.xml
21.12.2009:
Wissen Sie, was eine "Schwabbellatte" ist oder ein "Edeljobber"? Kennen Sie die "Spuckhaltung", das "Schwimmer-Syndrom" oder die "Katzenfußstellung"? "Es Kaddsche" klärt die Saarländer auf und weiß noch einiges mehr ...!
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St. Wendel (W3)
Der Ort "St. Wendel" hieß im 6. Jh. noch "Basonvillaris". Dann kam der irische Mönch Wendelinus hierher, bekehrte alle Einwohner und so wurde der Ort in "St. Wendel" umbenannt. Im Jahr 1332 erhielt St. Wendel die Stadtrechte und im 14. Jh. wurde mit dem Bau der gotischen "Wendelinusbasilika" begonnen. Heute gibt es hier noch den "Wendelinus Pilgerweg" und den "Wendelinus Rundweg".
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/saarland/home
Kreis Sankt Wendel
(E6)(L1) http://www.meinestadt.de/kreis-sankt-wendel/home
Städte und Gemeinden im Kreis Sankt Wendel
Freisen Marpingen Namborn Nohfelden Nonnweiler Oberthal Sankt Wendel Tholey
(E?)(L?) http://www.oelpflanzen.de/
Rapsöl aus dem St. Wendeler Land
Wer kennt sie nicht, die im Mai so leuchtend gelb blühenden Rapsfelder. Sie sind Teil unserer saarländischen Kulturlandschaft. Geerntet wird der reife Raps im Juli und bis zum Pressen gelagert. In der Ölmühle St. Wendel wird er zu bestem Speiseöl gepreßt. Es ist in der Regel preiswerter als Olivenöl, frei von Cholesterin und paßt gut zu allen Speisen.
(E?)(L?) http://www.sankt-wendeler-land.de/
T
triezen (W3)
Im Saarland kann man statt "ärgern" oder auch "schlecht behandeln" oft auch den Ausdruck "triezen" hören. Da können Kinder ihre Mutter "triezen" oder der Trainer die Fussballmannschaft.
Seinen Ursprung hat dieser Ausdruck evtl. in der Seemannssprache (aber wie kommt es dann ins Saarland?). Jedenfalls kommt das Wort vom ndd. "tritzen" = "an Seilen (hoch- und runter-)ziehen"; diese geht wiederum auf die "Tritze" = "Winde, Rolle" zurück.
Es würde mich deshalb nicht wundern, wenn das anstrengende Segelsetzen zur Bildung dieses Wortes beigetragen hätte.
triwellieren, driwellieren (W3)
Im Saarland kann man "drivellieren", "trivellieren", "driwellieren" oder "triwellieren" hören, wenn zur Eile gemahnt wird.
Wo dieser ugs. Ausdruck genau herkommt konnte ich nicht nachvollziehen. Aner er dürfte mit einiger Sicherheit mit dem engl. "drive" = "(An)treiben", "(an)treiben" zusammenhängen.
U
V
Völklingen (W3)
Der name "Völklingen" geht auf die Bezeichnung "Fulcolingas" aus dem 9. Jh. zurück. Eine weitere Herleitung konnte ich nicht entdecken.
(E?)(L?) http://www.dhm.de/links.html
Völklinger Hütte - Zentrum f. Kunst und Industriekultur, Völklingen
(E6)(L?) http://www.unesco-welterbe.de/
Völklingen
(E?)(L?) http://whc.unesco.org/
Germany: Völklingen Ironworks (1994)
(E?)(L?) http://www.voelklingen.de/
(E?)(L?) http://www.voelklingen.de/index.php?id=298
...
Die älteste Urkunde Völklingens stammt vom 27. Oktober 822. Sie wurde ausgestellt zu "Fulcolingas" von Durandis, dem Vizekanzler Ludwigs des Frommen. In den folgenden Jahrhunderten blieb die bäuerliche Siedlung unter der Hochgerichtsbarkeit des Grafen von Saarbrücken, dem auch die Herrenrechte und die damit verbundenen Abgaben und Frondienste zustanden. Im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit gehörte die "hof und frie hofstadt folckelingen", wie sie damals genannt wurde, zu den größeren und wohlhabenden Dörfern in der Grafschaft Saarbrücken.
...
(E6)(L?) http://www.voelklinger-huette.org/
Völklinger Hütte - Weltkulturerbe
(E?)(L?) http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lklingen
(E6)(L?) http://www.worldheritagesite.org/visited.html
Völklingen Ironworks
W
Wackes, Wagges (W3)
(E?)(L?) http://www.ensheim-saar.de/ehp_44.htm
Für den lothringischen "Wackes" habe ich folgende Hinweise gefunden:
Als "Wackes" wird im Saarland auch ein großer Stein, "Pflas=terstein" bezeichnet. - Das wäre also nicht schmeichelhaft, als "Wackeskopf" bezeichnet zu werden.
Möglich wäre auch die Anspielung auf die Brotpakete, die lothringische "Gastarbeiter" dabeihatten und die auch mit einem "Backstein" verglischen wurden.
Ein anderer Hinweis führt "Wackes" auf "Wasgau", "Wasgenwald", "Vogesen" frz. "les Vosges" (ein Gebirgszug westlich des Oberrheins) ) zurück.
Wortsegel (W3)
(E?)(L?) http://www.wortsegel.de/
(E?)(L?) http://www.wortsegel.de/wortsegel.pdf
Vom Meer, von den Bildern, von den Gedanken an die Bilder, von den Gedanken ans Meer, von den Gedanken an die Bilder vom Meer. Dass die Wörter Wind davon bekommen und zu erzählen beginnen. - Wortsegel – Für Gregor Ivan H. P.
...
Linie und Fläche, die Mittel des Zeichners Heinrich Popp, sind auch hier auf dem Wiesenhügel über dem Ort Sotzweiler im Einsatz. Hier hat er ein Zeichen aus Cortenstahl in die Welt gesetzt und es kühn "Wortsegel" genannt.
...
"Wortsegel", ein poetischer Name für eine Stahlskulptur, eine rätselhafte Wortfindung. Beides sind konkrete Bezeichnungen: "Wort" steht für das ungreifbar Nahe, das seinen Namen nicht preisgibt, "Segel" steht für das greifbar Ferne, das benannt ist. In dem hier sicher zum ersten Mal gebildeten Kompositum "Wortsegel" ist "Segel" das Grundwort und "Wort" Bestimmungswort. Folglich gibt "Wort" den Hinweis darauf, wie wir uns dieses "Segel" vorstellen sollen, um welche Art von "Segel" es sich handelt. Was nun aber ein "Wortsegel" wirklich ist, und was es mit Bezug auf die Skulptur bedeutet, das wird eine permanente Herausforderung bleiben, nach deren Sinn es zu suchen gilt.
...
legt der Name "Wortsegel" eine verblüffende Deutung nahe: Das Segel verlockt zum luftigen Aufstieg und der als Ellipse wahrgenommene Zwischenraum, bildet er nicht eher einen Schiffsleib ab, bereit zum Aufbruch in den Himmel, in die Poesie, die alle Tore der Phantasie öffnet?
...
Die Stahlplastik war auch Namensgeber eines Schreibwettbewerbs der Stiftung „Kind und Jugend" der Gemeinde Tholey.
(E?)(L?) http://www.tholey.de/virt_rathaus/artikel2128.pdf
(E?)(L?) http://www.kunstnet.de/Kunstwerk-36504.html
Wortsegel - Schreibwettbewerb im Joseph von Eichendorff-Jahr 2007
Das "Wortsegel", eine Stahlplastik in der Nähe von Tholey-Sotzweiler, wurde von Heinrich Popp als "Denkmal für Poesie" geschaffen. Diese Skulptur ist der Namensgeber eines Schreibwettbewerbs der Stiftung „Kind und Jugend" der Gemeinde Tholey, mit dem saarländische Schülerinnen und Schüler zum kreativen Umgang mit der Sprache angeregt werden sollen.
2007 jährt sich der Todestag Joseph von Eichendorffs zum 150. Mal. Diesem bedeutenden Dichter der Romantik ist der diesjährige Wettbewerb gewidmet. Jürgen Schreier, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, hat die Schirmherrschaft über diesen Wettbewerb übernommen.
Saarländische Schülerinnen und Schüler sind eingeladen, selbst als Dichterin oder Dichter aktiv zu werden.
...
Diese 30 m hohe Stahlskulptur steht in Tholey (Sotzweiler) im Saarland und ist dem saarl. Dichter Johannes Kühn gewidmet.
...
(E?)(L?) http://www.lesen-in-deutschland.de/html/content.php?object=kalender&lid=1183
...
Das „Wortsegel“, eine Stahlplastik in der Nähe von Tholey-Sotzweiler, wurde von Heinrich Popp als „Denkmal für Poesie“ geschaffen. Diese Skulptur ist der Namensgeber eines Schreibwettbewerbs der Stiftung „Kind und Jugend“ der Gemeinde Tholey, mit dem saarländische Schülerinnen und Schüler zum kreativen Umgang mit der Sprache angeregt werden sollen. 2007 jährt sich der Todestag Joseph von Eichendorffs zum 150. Mal. Diesem bedeutenden Dichter der Romantik ist der diesjährige Wettbewerb gewidmet. Saarländische Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 3 - 13 sind eingeladen, selbst als Dichterin oder Dichter aktiv zu werden und ihrer Fantasie, angeregt von Eichendorff-Zitaten, freien Lauf zu lassen.
...
(E?)(L?) http://www.tholey.de/schreibwettbewerb.php
(E?)(L?) http://www.activweb.com/wortsegel/seite_2.php
Fotos vom Wortsegel
X
Y
Z
Das Saarland und seine Sprachen
(E?)(L?) http://www.saarland.de/
In eigener Sache
Da ich kein Sprachwissenschaftler bin, erhebe ich bei keiner der folgenden Aussagen einen Anspruch auf absolute Korrektheit. Es ist bewusst eine subjektive Sammlung von Sprachbeispielen. Auch die Erklärungen und Beschreibungen sind rein subjektiv. Das heisst: sie können falsch sein, aber sie sind authentisch im Sinne von "von mir selbst erlebt" (griech. "autós")".
Gerade bei einem solchen Text können Tippfehler zu Missverständnissen führen. Ich bemühe mich zwar redlich, aber niemand ist perfekt. (Also: wenn Ihnen ein Fehler - auch inhaltlich - auffällt, unten links ist der Mail-Aufruf.)Vorwort
Der Aufruf zu dieser Seite könnte suggerieren, dass im Saarland eine einheitliche Sprache gesprochen wir. Dies sollte hier gleich zu Beginn richtig gestellt werden. Im Saarland gibt es sicherlich hunderte von Dialekten. Dabei laufen die Sprachgrenzen manchmal zwischen zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernten Dörfern.
So kann man z.B. sowohl hören: "guck mool do", "guck a moo do", "guck moo doo hii" als auch ein paar Kilometer hinter Neunkirchen: "luu mo loo"
Auf Grund meiner persönlichen Sozialisation, wird im folgenden der Dialekt beschrieben, der in etwa in dem Viereck Neunkirchen/Zweibrücken/Bitche/Sarreguemines gesprochen wird. Dem kundigen Leser wird auffallen, dass drei der genannten Orte nicht im Saarland liegen. Das zeugt lediglich von der überregionalen Bedeutung dieses Sprachraums.Anmerkung
Beim Korrekturlesen ist mir aufgefallen, dass man erwähnen sollte, dass ein "e" oder auch ein "a" in der Regel wie das englische "a" = "ein", "eine" ausgesprochen wird.
Aussprache und Betonung
Den hier wider gegebenen Beispielen mangelt natürlich eine wesentliche Komponente - die Aussprache. Hierdurch geht mindestens 50% des Sprachinhaltes verloren. Ja es ist sogar so, dass der selbe Satz anders betont eine ganz andere Bedeutung haben kann. Wo mir dies bewusst ist, versuche ich durch Hervorhebungen die Aussprache anzudeuten.
Sprachsituationen
Auch die jeweilige Situation spielt eine grosse Rolle. So kann man durchaus hören: "Isch habb ma de Deez (s.frz: la "tête") angehau" auch "Isch habb ma de Kopp angehau". Aber um auszudrücken, dass jemand intelligent ist sagt man "Der hadd wass im Kopp" während "Der hadd was im Deez" befremdlich wirken würde.
Der französische Einfluss
Neben dem bereits zitierten Beispiel (der Kopf - la tête) gibt es viele Ausdrücke, die nur durch die Nähe zu Frankreich erklärbar sind.
es Saaland = Das Saarland (W3)
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht gerade ins Auge springt, gehört "Saarländisch" zur grossen Gemeinschaft der indogermanischen Sprachen. Die Nähe zum deutschsprachigen Ausland hat über die Jahrhunderte sogar einen starken Einfluss auf die Sprachentwicklung dieses ansonsten sehr eigenständigen Landes ausgeübt. Dagegen ist das Französische weniger erfolgreich gewesen, was die Infiltrierung der Sprache angeht. Kulturell hat das Saarland allerdings einiges vom französischen Nachbarland abbekommen.
Schließlich ist das Saarland in den letzten zweitausen Jahren ziemlich in der Welt herumgekommen. Die ersten Reiseerfahrungen sammelte das Saarland beim Eintritt in das römische Reich. ... In den unruhigen Zeiten ... war es auch einmal in Bayern. Noch bis vor einigen Jahrzehnten ist es dann schließlich noch einige Male zwischen Frankreich und Deutschland hin und her gewandert.
Diese rege Reisetätigkeit, ohne sich viel zu verändern, hat sicherlich eine starke Auswirkung auf die mentale Entwicklung des Saarländers gehabt. Und es mag vielleicht auch erklären, warum der einzelne moderne Saarländer fast überall auf der Welt anzutreffen ist, aber immer noch ein Zimmer bei Muttern unter'm Dach unterhält. Und immer wieder treibt es ihn ins Land wo "Lioner un Kimmelweck" zwar nicht auf den Bäumen wachsen, aber an jeder Ecke als notwendiges Grundnahrungsmittel gegen ein geringes Entgelt angeboten werden. Im Idealfall wird die Essensaufnahme durch die Erweiterung um ein kühles Bier zu einem feudalen Mahl erweitert.
die Saa = die Saar (W3)
Das weglassen des stimmlosen "r" sei dem Saarländer verziehen; es ist wirklich schwer zu realisieren, nach den beiden "a" die Zunge nach oben an den Gaumen zu drücken und die Luft hindurchzudrücken.
Saa = Saar (W3)
Dem Buch von Hans Bahlow: "Deutsche geographische Namenwelt" (erschienen im suhrkamp taschenbuch Verlag) ist folgendes zu entnehmen:
"Nbfl. der Mosel (von Lothringen u. den Vogesen her), hiess zur Römerzeit "Saravus", entsprechend dem "Taravus" auf Korsika, ist also vorgermanisch-keltoligurisch "sar", "tar" sind indoeuropäische Wörter für "Wasser" (vgl. altind. "sara"), mit den Varianten "ser", "sir", "sor", "sur". Eine "sara" ("Serre") fliesst in Frkreich, ein "Sarius" (Serio) zum Po, ein "Sarape" (wie Nycape) im Baltikum, ein "Sarnus" (wie "Tarnus") in Italien, eine "Sarthe" (wie "Murta": "Meurthe") in Frkreich, eine "Sarca" am Gardasee.
Vgl. auch "sarm", "serm", "sirm".
ma muss redde met de Leit - dann kommt ma aa ins Gespreech
Man muss mit den Leuten reden - dann kommt man auch miteinander ins Gespräch.
Dieser Ausspruch ist ein Beispiel für die Fähigkeit des Saarländers, einen psychologischen - ja man muss wohl sagen philosophischen Sachverhalt - über den Professoren sicherlich einen halbstündigen Vortrag halten könnten - in einem einzigen Satz zu destillieren.
oh heer uff = oh, hör auf (W3)
Wenn der Saarländer an diesem Punkt eines Gespräches angekommen ist - was in der Regel nicht all zu lange dauert - geht es nicht darum, das Gespräch zu beenden, sondern es ist das Signal, dass es jetzt gerade interessant wird. Dann geht es in der Regel um Themen wie die Schwangerschaft der unverheirateten Nachbarstochter oder den Erbschaftsangelegenheiten des Kegelbruders.
jo geh fort - saa blos = na so etwas - geh' doch fort (W3)
Das selbe gilt auch hierfür: der Sprecher bringt lediglich zum Ausdruck, dass er er gewillt ist, seine ganze Aufmerksamkeit dem gerade angeschnittenen Thema zu widmen.
heer uff bzw. heer doch uff = hör auf bzw. hör doch auf (W3)
Wenn der Saarländer ernsthaft meint, dass jemand mit etwas aufhören soll, dann drückt er das mit diesen Worten aus.
heerschde ball uff = hörst du bald auf (W3)
Der Aufforderung auf zu hören wird mit diesen Worten bekräftigt.
heerschde net ball uff = hörst du nicht bald auf (W3)
Dies ist dann eine nochmalige Steigerung der ernst gemeinten Aufforderung.
wenn de net uffheerschd bzw. wenn de jetz net ball uffheerscht = wenn de nicht bald auf hörst bzw. wenn du jetzt nicht bald auf hörst (W3)
Dies sind dann noch weitere Steigerungsformen, um dem Angesprochenen unmissverständlich zu zeigen, dass man es ernst meint. Dabei wird die Folge, wenn dem nicht nachgekommen wird, völlig offen gelassen wird. Dies lässt dem Angesprochenen die Möglichkeit, sich jegliche Höllenqual auszumalen - oder auch auf eine Änderung seines Tuns zu verzichten.
jetz is awwer Schluss = jetzt ist aber Schluss (W3)
Dies ist nun schon eine Steigerung, die selbst im Saarland auch wilden Kindern zu verstehen gibt, dass die Toleranzgrenze in Sichtweite kommt.
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Kurzbeschreibung
Von französischen "Einwanderern" in den saarländischen Mundarten. Vor mehr als hundert Jahren sind sie als Fremdlinge in unsere saarländischen Mundarten gekommen, die Wörter französischer Herkunft. Wir nahmen sie bereitwillig auf, fragten nicht danach, ob Freund oder Feind sie ins Land gebracht hatten. Den fremden Wörtern boten wir eine neue Heimstatt und machten sie mit unseren lautlichen Eigenarten vertraut. Dieses Wörterbuch ist ein seltener Glücksfall, denn es verbindet in gelungener Weise wissenschaftliche Sorgfalt mit Informationen und guter Lesbarkeit.
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Das Erscheinen dieses Buches wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Herrn Ministerpräsidenten des Saarlandes, des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft, der Landkreise Merzig, Neunkirchen und Saarlouis sowie des Saar-Pfalz-Kreises und der Saarland Sporttoto GmbH.
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Neues Lebacher Mundartbuch - Wörterbuchgeschichten
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3930843005/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3930843005/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3930843005/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3930843005/etymologpor09-20
Braun, Edith
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036326/etymologporta-20
Saarbrücker Homonym-Wörterbuch
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925036326/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3925036326/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3925036326/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3925036326/etymologpor09-20
Braun, Edith
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036067/etymologporta-20
Saarbrücker Mundart-Lektionen
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925036067/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3925036067/etymologetymo-21
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(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3925036067/etymologpor09-20
Braun, Edith
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3921646707/etymologporta-20
Saarbrücker Wörterbuch
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3921646707/etymologety0f-21
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Braun, Edith / Mangold, Max
Braun, Edith
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3930843471/etymologporta-20
Saarlouiser Mundartbuch - Wörterbuch - Geschichten - Brauchtum
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3930843471/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3930843471/etymologetymo-21
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(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3930843471/etymologpor09-20
Braun, Edith / Peter, K.
Breuer-Pyroth, Norbert
(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3000200126/etymologporta-20
Vaschtesche mich?
Wörterbuch des Alt-Saarlouiser Sprachgutes
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(E?)(L1) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3000200126/etymologetymo-21
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(E?)(L1) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3000200126/etymologpor09-20
von Peter Müller (Vorwort), Norbert Breuer-Pyroth (Bearbeitung, Herausgeber), Hans A Steffen (Autor), Hans Burkholzer (Autor), Alfons Fontaine (Illustrator)
Taschenbuch: 181 Seiten
Verlag: Breuer, Norbert; Auflage: 1 (November 2006)
Sprache: Deutsch
C
Cenkel, Jak
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036245/etymologporta-20
Saarbrücker Straßennamen - hinterfragt
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(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3925036245/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3925036245/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3925036245/etymologpor09-20
Cenkel, Jak / Kabioll, Thomas
D
E
F
G
Groß, Markus
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036466/etymologporta-20
Das Moselfränkische von Hüttersdorf
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925036466/etymologety0f-21
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H
Haubrichs, Wolfgang
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3921646561/etymologporta-20
Zwischen den Sprachen
Siedlungs und Flurnamen in germanisch-romanischen Grenzgebieten
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3921646561/etymologety0f-21
(E?)(L?) http://www.amazon.fr/exec/obidos/ASIN/3921646561/etymologetymo-21
(E?)(L?) http://www.amazon.co.uk/exec/obidos/ASIN/3921646561/etymologety0d-21
(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3921646561/etymologpor09-20
Haubrichs, Wolfgang / Ramge, Hans (Hrsg.)
I
J
K
L
lehnert-verlag
(E?)(L?) http://www.lehnert-verlag.de/neubuch-ksr.htm
Literatur aus und über das Saarland
"Kleine Saarland-Reihe" - Literatur aus und über das Saarland
M
Mangold, Max
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036075/etymologporta-20
Saarbrücker rückläufiges Wörterbuch
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3925036075/etymologety0f-21
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N
O
P
Pitz, Martina
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3930843293/etymologporta-20
Siedlungsnamen auf -villare, -viller, -villers zwischen Mosel, Hunsrück und Vogesen
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3930843293/etymologety0f-21
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Puhl, Roland W. L.
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/393084348X/etymologporta-20
Die Gaue und Grafschaften des frühen Mittelalters im Saar-Mosel-Raum
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(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/393084348X/etymologpor09-20
Pützer, Manfred
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3925036229/etymologporta-20
Die Mundart von Grossrosseln
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(E?)(L?) http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/3925036229/etymologpor09-20
Q
R
S
Schmitt, Michael H.
(E?)(L1) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3935731795/etymologporta-20
Die Blies
Gestalterin einer Landschaft
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Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Gollenstein; Auflage: 1 (Juli 2005)
Sprache: Deutsch
Spang, Rolf
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3921646456/etymologporta-20
Die Gewässernamen des Saarlandes aus geographischer Sicht
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3921646456/etymologety0f-21
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Steitz, Lothar
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3921646383/etymologporta-20
Grammatik der Saarbrücker Mundart
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T
U
V
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Will, Wilhelm
(E?)(L?) http://www.amazon.ca/exec/obidos/ASIN/3921646154/etymologporta-20
Saarländische Sprachgeschichte
(E?)(L?) http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3921646154/etymologety0f-21
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Saarbrücker Druckerei und Verlag
114 Seiten
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